Menschen

Donnerstag, 17. Juli 2008

Was kann man alles frisieren?

Haare? Geschenkt. Bilanzen? Berichte? Fahrzeuge? Motoren? Ja, auch.
Kann man Nasen frisieren? Sagen Sie jetzt nicht nein. Meine Nase war bis vor kurzem eine ausgesprochene Mogelpackung: außen groß (das nebenstehende Bild übertreibt jedoch ein wenig!) und innen viel zu klein.
Gestern wurde in einer Fachwerkstatt der Gesundheitsbranche ihr Hubraum vergrößert. Über dieses Abenteuer werde ich in den nächsten Tagen - unter der Voraussetzung natürlich, daß ich bis dann nicht verblutet bin - hier berichten.
Zur Einstimmung nur eins: das Gesundheitswesen hat, wie fast alles auf dieser Welt, zwei Seiten...

Montag, 14. Juli 2008

Hunde fressen keine Kartoffeln

So lange man keinen eigenen Hund oder bloß so eine überzüchtete, kaum lebensfähige Hundekarikatur hat, kann man diese Aussage für eine Weisheit halten. Ansonsten nicht. Glauben Sie mir.
In diesem internationalen Jahr der Kartoffel wärme ich noch eine vier Jahre alte Kartoffelgeschichte auf.

Das Lagerfeuer

Ich guckte auf die Uhr. Schon halb fünf. Für den nächsten Tag war Regen gemeldet, so daß heute abend wohl die allerletzte Gelegenheit für das Lagerfeuer war, denn am übernächsten Tag wollten wir abreisen.
Ich ging ins Haus.
Meine Mutter lag auf ihrem Bett und las "die Presse". Um sie herum, auf dem Bett, auf dem Nachttisch, auf dem Bettvorleger, lauter Zeitungen und Zeitschriften. Die eine davon mußte ich heute mittag Blatt für Blatt an der Sonne trocknen, weil sie durch einen Regenguß total durchnäßt war. (Seitdem sie in diesem Frühjahr an beiden Augen operiert wurde - sie hat jetzt im Alter von 95 Jahren links 85% und rechts 100% Sehkraft - stört sie nicht einmal eine Brille daran, ihrer Lesesucht nachzugehen.)
"Heute abend gibt's drüben Lagerfeuer" verkündete ich laut, damit sie mich auf Anhieb versteht. Mit "drüben" war Veras Grundstück gemeint, das genau gegenüber von meiner Hütte liegt.
"Ach ja?" sagte meine Mutter wenig überzeugt, "wenn's nicht zu kalt wird…" Wir hatten zwar erst Ende August, in hiesiger Höhe sind jedoch die Nächte bereits ziemlich kalt.
"Heidnischer Brauch, das" kommentierte meine Schwester den Vorschlag, wobei ich ganz genau wußte, daß sie eigentlich auf so was steht. Sie hatte nur Angst, daß es der Mutter zu kalt wird. Unter anderem. Und außerdem hatte sie schlechte Laune. Sie saß am Tisch und war dabei, einen Stapel Papierblätter zu bearbeiten. Wer konnte ihr die schlechte Laune verdenken? Es war die halbe Dissertation einer gemeinsamen Freundin über Michel de Ghelderode, die nunmehr in Buchform erscheinen sollte. Der einzige Grund, den Text nicht als langweilig zu bezeichnen, war sein Einfallsreichtum in puncto Abkürzungen: wenn eine davon vier mal auf einer Seite auftauchte, konnte man davon ausgehen, daß sie auf vier verschiedene Weise geschrieben wurde.
"Also abgemacht" sagte ich. "Macht euch fertig und zieht was warmes an. Wir gehen dann so gegen sieben rüber".
Ich sagte auch Vera Bescheid, bat sie, ein Tablett mit dem notwendigen Zubehör vorzubereiten, und ging mit einer Hacke und einem großen Eimer in den Garten, Kartoffeln holen. Schäferhündin Bonny kam natürlich mit, legte sich ins Gras und guckte mir interessiert zu.
Die Kartoffelpflanzen waren durch die Dürre dieses Sommers ziemlich mitgenommen, an vielen Stellen war vom Grünen nichts mehr zu sehen. Die Knollen unter der Erde waren aber von einer gesunden rosa Farbe, auch wenn die meisten nicht größer waren als ein Hühnerei. Ich machte den Eimer voll und kehrte zum Haus zurück.
Am Wasserhahn draußen füllte ich den Eimer mit Wasser und putzte jede einzelne Kartoffel unter dem Wasserstrahl mit einer Bürste sauber. Danach spülte ich sie im Eimer noch mal gründlich mit Wasser, trocknete sie einzeln ab und wickelte sie in Alufolie ein.
Dann half ich Vera bei den übrigen Vorbereitungen. Ich brachte aus der Garagenscheune eine Schubkarre, eine Axt, eine Heugabel und eine Harke mit. Ich packte ansonsten den Eimer mit Kartoffeln, eine Grillzange, eine Taschenlampe, zwei Guerillamatten, vier Decken, vier zusammengeklappte Gartensessel, etliche Flaschen Bier und sonstige Klammotten darauf. Wir zogen uns um. Mit langen Hosen, Wanderschuhen, dicken Pullovern und so Zeug waren wir jetzt richtig warm gekleidet.
Dann gingen wir rüber, so gegen sieben.
Allen voran Schäferhündin Bonny, die bereits auf der anderen Seite der Dorfstrasse vor dem Tor wartete. Als nächster war ich mit der Schubkarre dran, die mittlerweile mit den gestapelten Gartensesseln dem schiefen Turm von Pisa ziemlich gut ähnelte. Ganz oben balancierte ein leerer Karton als Anzünder für das große Feuer. Vera folgte mit einem Tablett voll Kleinkram: Butterdose, Salzstreuer, Besteck, Gläser, Papierservietten, Flaschenöffner. Meine Mutter, die einen wollenen Freizeitanzug, einen Pullover, einen riesigen Strohhut und lammfellgefütterte Mokassins trug, bewegte Ihre Gehilfe sicher über die holprige Schotterstrasse. Felix, der Hund meiner Schwester, blieb mitten auf der Strasse stehen, erspähte Toaders Ziegen, die gerade von der Weide zurückkamen, und fing an zu bellen. Meine Schwester, die die Nachhut bildete, versuchte ihn mit einem wiederholten "Geh!" zum Weiterlaufen zu bewegen. (Das ist so ziemlich der einzige Befehl, den ein Hund nicht versteht.)
Die Ziegen blieben abrupt stehen und blickten uns dumpf an. Irgendwie gelang es meiner Schwester, den Felix über die Strasse und auf Veras Grundstück zu zerren. Ich ließ die Schubkarre stehen und machte das Tor zu. Die Ziegen blieben hartnäckig mitten auf der Strasse stehen.
"Er hat sie erschreckt. Die laufen einfach nicht weiter" sagte meine Schwester besorgt. Es gibt kaum jemanden, der so leicht ein schlechtes Gewissen kriegt wie sie.
"Die sind bloß neugierig, denn so eine Prozession bekommen sie nicht jeden Tag zu sehen. Und wenn sie sich doch von uns erschrecken lassen, dann haben sie als Karpatenziegen keine Existenzberechtigung" sagte ich leichthin.
"Der Toader wartet aber auf sie! Sie müssen doch gemolken werden" beklagte meine Schwester. Na gut, meinetwegen... Mit Bonnys Hilfe versuchte ich vergebens, von diesseits des Zauns die Ziegen zum Weitergehen zu bewegen. Sie blickten uns nur stumm an und bewegten sich keinen Zentimeter. Nach etwa 20 Minuten kam der Besitzer und trieb sie endlich mit seinem Stock nach Hause.
Bonny hatte in der Zwischenzeit angefangen, mit Anas Schweinen zu spielen, die auf der anderen Seite des Zauns weideten. Das Spiel fing wie immer damit an, daß sie sich erst durch den Zaun beschnupperten. Sie wedelten alle, auch die Schweine mit ihrem gekringelten Schwanz. Dann folgten schnelle Finten, links, rechts, links, wobei der Schweinespeck prächtig wabbelte. Dann rannten sie Schulter an Schulter am Zaun entlang, jeder auf seiner Seite, Bonny bellte mit heller Stimme, die Schweine grunzten und quiekten. Schweine haben viel Humor. Sie gaben zwischendurch vor, sich gegenseitig anzugreifen, dann übten sie Scheinangriffe auf Anas Hund, der in der Nähe angekettet war. Bujor (frei übersetzt: Pfingstrose) dachte, er muß seinen Freßnapf verteidigen und machte einen Höllenlärm.
Wir halfen der Mutter, die wir erst in einer Decke einwickelten, in den Sessel, auf dem eine Guerillamatte ausgebreitet war, und legten ihre Füße auf einen Holzscheit hoch.
In der Nähe der Feuerstätte hatte ich bereits vor einigen Tagen einen großen Haufen trockene Zweige bereitgestellt. (Das Meiste davon stammte von einem riesigen Rosenstock, den wir auf einer Fläche von gut fünfzig Quadratmetern gerodet hatten. Diese Wildrose wuchs bis drei Meter hoch und begrub nach und nach die Zweige der Vorjahre unter sich, so daß ein kompaktes Dickicht entstanden war, in dem das meiste Holz trocken war. Wir kämpften uns in den Wochen davor irgendwie mit schwerem Gerät durch. Den überwiegenden Teil davon hatte ich fürs Lagerfeuer aufgehoben.)
Ich machte das Feuer an. Das trockene Holz brannte wie Zunder. Gelb-rot-violette Flammen stiegen empor, gelbe Funken stiegen noch höher.
Wir quatschten, blickten die untergehende Sonne und den Berg an, kümmerten uns um das Feuer und tranken Bier.
Nachdem es genug Glut gab, fing ich an, nach und nach die eingewickelten Kartoffeln ins Feuer zu legen. Als es dunkel wurde, nahm ich die Taschenlampe zu Hilfe und holte welche raus.
Dann aßen wir alle, vier erwachsene Menschen und zwei Hunde, im spärlichen Licht des Feuers, jede Menge Folienkartoffeln mit Butter. Wir Menschen nahmen dazu auch Salz.

Mittwoch, 9. Juli 2008

You made my day, Lars

Vom Lars, dem Amiländer, den ich via Herrn Pathologen entdeckt habe, gefällt mir der folgende Beitrag so gut, daß ich ihn im ganzen zitiere, statt nur zu verlinken. Ich hoffe, er, G. und sein Hund Puppy haben gegen die Textwiedergabe nichts einzuwenden.


Ach! Schwuliberts...

Vorher;
G. " Es gibt noch ein rattenloch im Garten, kannste nicht Falle aufstellen?
Lars. "Nej, nej. das tue ich nicht wegen Puppy.
G. "Also denn , Gift?
Lars. "Naja, das tue ich denn, aber nur wo Puppy kann es nicht ankommen."
Heute;
Puppy machte mich wieder aufmerksam das es gab was ins Teich, noch Mal eine Ratte, diesmal junger, und noch nicht tot. Mit Netze ausgefischt.
G. "was machste denn jetzt?
Lars. "Ich töte sie"
G. "Aber nein, du kannst das nicht, sie lebt noch."
Lars. "Denn Was!!!??
G. "Gib sie mir und öffne der Tor.
Lars. "Kannst aber sie nicht ins Nachbars garten freilassen."
G. Nu denn, was soll ich tun?'
Lars. "Ach! Werf sie denn auf die Strasse."
G. (kommt zurück) "Ich könnte sie gar nicht ins Strassen werfen, Hoffentlich wäre es nicht T. eine grosse Sache das ich sie in seine Garten freigelassen habe."
Ich sag es Euch, Schwuliberts!? (Kopfschuttel)

Mittwoch, 12. März 2008

Haarspalterei oder die Sache mit dem Glashaus

Mein anderer Spezialfreund Boris Lavicka (jawohl, ich habe im Moment meine nensch-Tage) kennt den feinen Unterschied zwischen Faschismus und Nationalsozialismus, weiß aber offensichtlich nicht so genau, was das Wort Duktus bedeutet. Das Letzte, was man diesem armen und schutzlosen Begriff an Bedeutung unterschieben kann, ist nämlich eine persönliche Note oder ein faux-pas bei der Auslegung von Begriffsdefinitionen.
Und wenn wir schon von Duktus sprechen, beachten Sie bitte die besondere Resonanz des Kommentartitels:
Dudenisierter DDR Duktus !
Welch ein Dummdumm Geschoß!

Sonntag, 9. März 2008

Über das Reiten toter Pferde und den Zustand der Göttlichkeit

Die den Dakota Indianern zugeschriebene Weisheit : „Wenn du merkst, daß du ein totes Pferd reitest, steig ab!“ wird meistens für eine Selbstverständlichkeit gehalten. Fälschlicherweise, muß ich leider hinzufügen, denn kaum einer hält sich wirklich daran, wenn es so weit kommt.
Mein Spezialfreund Hans-Joachim Griebe (siehe z.B. hier) macht in dieser Beziehung keine Ausnahme: er reitet auf www.nensch.de munter weiter. Gelegentlich vollführt er sogar wahre Kunststücke, so wie neulich:

[ ] Ist Ihnen nicht klar(zumachen), dass, wenn Sie kein Dichter sind, Sie niemand sind? Dass Sie aber, solange Sie dichten, ein Gottgleicher sind? [ ]
Das macht einem Angst, ich weiß. Aber wenn Sie nicht einen Griebe, eine Klöden ertragen können - wie wollen Sie dann den Nobelpreis ertragen?
Eine Frau wird Sie da hinschleppen müssen. Finden Sie sie.


Griebe(n)schmalz, halt.

Freitag, 16. November 2007

Na endlich...

...kann ich einem Beitrag von Henryk M. Broder weitgehend zustimmen.
(Das, was er in diesem Artikel anprangert, nämlich den "moralischen Amoklauf", hat er jedoch - unter uns gesagt - in der Vergangenheit selbst reichlich praktiziert.)
Zwei klitzekleinen Anmerkungen zu seinem Opus habe ich doch.
Die Aussage:

Es gehört nun einmal zum Wesen guter Witze, dass sie geschmacklos sind

sollte den Spaßmachern überlassen werden, die sich nicht anders zu helfen wissen. Aber auch wenn man diese Aussage akzeptiert, ist ihr Umkehrschluß noch lange nicht zulässig.
Und damit komme ich zu meinem zweiten Kritikpunkt. Die Herren Schmidt&Pocher gehören m.E. doch rausgeschmissen, aber nicht wegen des Nazometers, sondern schlicht und einfach, weil sie schlecht sind. Fast so schlecht wie der Michael Mittermeier.

Montag, 10. September 2007

Dieser Griebe...

...wird mir immer sympathischer.

Mittwoch, 3. Januar 2007

Nur für Eingeweihte

Seit gestern sind die verhaßten Buchstaben aus meinem Autokennzeichen Dank der Ummeldung verschwunden. Dies hatte wohlgemerkt nichts mit meinem Wohnort zu tun, sondern vielmehr mit einer zufälligen Begebenheit, da mein Dienstwagen bei seiner Zulassung vor drei Jahren ausgerechnet die Initialen dieser Unperson (bitte nicht lesen, da langweilig) verpaßt bekam. Mit dem Dienstwagen ist jetzt aber Schluß, denn wo kein Dienst auch kein Dienstwagen, und so habe ich das Gefährt privat übernommen und umgemeldet. Diesmal konnte ich die Angelegenheit selbst regeln, was glauben Sie denn.
Der Hilde, der ich vor einigen Jahren prophezeit habe, daß sie sich auf kurz oder lang mit jedem Bewohner dieses Planeten anlegen wird, möchte ich angedenk ihrer Fortschritte bei der Erreichung dieses Ziels aus vollem Herzen gratulieren. Außerdem möchte ich hiermit meine ihr gebührende Wertschätzung abschließend zum Ausdruck bringen.
Piei, drace.

Dienstag, 17. Oktober 2006

Arboretum

So nennt jemand sein Blog. Schöner Name, schöne Beiträge. Wenn nur diese Aussage aus dem Impressum nicht wäre:

Neither trees nor anmimals were harmed in the making of this blog.

So viel liebenswürdige NaivitätBlauäugigkeit erinnert mich irgendwie (ich habe halt so komische Assoziationen) an den ollen Juvenal:


Kein Bösewicht kann glücklich sein, am wenigsten ein Verführer.


Ach, Jungs, habt ihr aber eine Ahnung...

Montag, 11. September 2006

Kerwe

Da war diesmal nicht viel los. Zwei Wagen mit Süßigkeiten, ein Schießstand, ein Stand, wo man mit dem Kescher Plastikfische (10 Fische 3 €, 20 Fische 5€, jeder Fisch gewinnt!) aus einem Bassin rausholen konnte, eine Reitschule* mit Plastikpferden, eine Bahn mit Boxautos** und zwei Wagen der Fa. Wüst Getränkehandel GmbH , wo der ASV Würstchen und Getränke verkaufte.
Früher, vor paar Jahrzehnten, war der Kerweplatz viel größer, die Holzpferde waren handbemalt, und in der nahegelegenen Turnhalle wurde abends getanzt. Das mit dem Tanzen war damals besonders lustig, da die meisten Männer die vier Kerwetage im gründlichen Dauersuff verbrachten.
Heute betrinken sich eher die jungen Leute, Mädchen vor allem. Lauter junge Mädchen saßen auf der Bande der Autoscooter-Bahn, rauchten und tranken irgendwas aus blauen oder durchsichtigen kleinen Flaschen. Wenn sie mal aufstanden, torkelten und kicherten sie dabei vergnügt.
Wir näherten uns der Getränkebude.
-Was willst Du trinken?
-Ein Radler.
Zwei junge Männer bedienten am Tresen. Derjenige, der mich nach meinem Wunsch fragte, schwankte leicht aber merklich. Seine Augen waren glasig.
-Einen Schoppen Bier und ein Radler, bitte.
-Das macht… ähm… achtsiebzig, mit Pfand. Er fing gleich an, das Bier zu zapfen. Sein Kollege leerte eine halbe Flasche Zitronenlimonade in einen der Bierkrüge. Er schwankte auch.
-Was wollt Ihr trinken, Nora?
-Ein Bier und ein Glas Sekt. Ich bin eine Dame.
-Noch'n Schoppen Bier und ein Glas Sekt.
-Jetzt wird's kompliziert. Das macht dann zusammen… mit Pfand… elfsechzig.
Ich zahlte. Wir setzen uns, tranken, schauten uns um und begrüßten den einen oder anderen der Anwesenden.
Unsere Nachbarin Martina ließ, als sie uns sah, ihre Begleitung stehen und kam rüber zu uns. Sie drängte sich zwischen Nora und mich und redete auf Vera ein, die mir gegenüber saß. Es ging um ihre Mutter - Pflegefall -, um Ärzte, Versicherungen, Pflegedienste und Arzneiwirkstoffe.
Ich trank mein Bier langsam aus und machte Nora mit dem leeren Glas hinter Martinas Rücken ein unmißverständliches Zeichen.
-Die nächste Runde geht auf mich. Was wollt Ihr haben? Martina wollte nichts, Vera einen Schoppen neuen Wein, Bernd und ich blieben beim Bier. Nora verschwand mit den leeren Gläsern und kam etwas später mit dem Bier zurück. Martina redete immer noch. Nora holte im zweiten Anlauf den Wein und für sich selbst ein Glas Orangensaft.
-Das kann doch so nicht stimmen. Für den Pfand habe ich die Getränke gekriegt und noch einssechzig zurück. Dann sagte er, Pfand müßte ich keinen zahlen, ich hätte ja die anderen Gläser zurückgebracht. Kann das angehen?
-Der ASV macht auf diese Weise garantiert Pleite.
-Was heißt überhaupt ASV?
-Keine Ahnung. Vielleicht Amateursportverein?
-Jawohl. Profis sind sie bestimmt nicht. Ich prostete Bernd grinsend zu.
Wir überzeugten uns alle, daß Vera Recht hatte und der neue Wein scheußlich schmeckte, während das Bier nach wie vor in Ordnung war. Martina sprach noch schnell 20-30 Sätze aus und verschwand. Wir tranken, quatschten noch ein bißchen und fingen dann langsam an zu frösteln. Daraufhin beschlossen wir zu gehen.
Ich brachte die leeren Gläser zurück und kassierte noch 6 € Pfand.



* Karussell
** Autoscooter

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