Der virtuelle Stammtisch

Samstag, 9. Februar 2008

Liebe Gemeinschaft!

Ich werde Dich was kosten. Denn ich rauche seit 13 Jahren nicht mehr, habe vor anderthalb Jahren 20 Kilo abgespeckt und damit fast mein Idealgewicht erreicht, und mache lange Spaziergänge mit meinen 3 Hunden. Ach ja, und meine Mutter ist im letzten November 98 geworden.
Die Katze ist endlich aus dem Sack: Raucher und Dicke sind die besten Kunden der Kranken- und Pensionskassen und damit die altruistischsten Menschen überhaupt. Sie sterben nämlich nicht nur früh, sondern auch - und vor allem - schnell.
Und was haben militante Gesundheitsfanatiker aus Angst um ihre schäbigen Krankenkassenbeiträge diesen armen Geschöpfen nicht alles vorgeworfen! Das Mildeste davon waren Begriffe wie Betrug an die Solidargemeinschaft und Schmarotzentum.
Als jemand, der in der „Gesundheitsbranche“ tätig war, habe ich schon immer bescheid gewußt. Insiderwissen wird aber selten ernst genommen. Und auch jetzt, wo es wissenschaftlich belegt und als Allgemeinwissen öffentlich bekannt ist, wird es sich gegen die dumpfe Ignoranz des Einzelnen nicht immer behaupten können.

Zitiere:
9.5.03
[ ]
Sie haben doch nicht etwa angenommen, dass die Raucher, statistisch betrachtet, höhere Kosten im Gesundheitswesen verursachen als die Nichtraucher? Was glauben Sie, wenn das tatsächlich zuträfe, wie schnell die Krankenkassen reagieren würden! Wenn ein bescheuertes Gericht in einem bescheuerten Land einen Tabakkonzern zu einer Milliardenzahlung an eine bescheuerte Stadt wegen erhöhter Behandlungskosten verdonnert, dann ist das schlicht und einfach das Ergebnis einer bescheuerten Rechtsverdreher-Lobby [ ], und keineswegs ein Beweis dafür, dass Fakten dahinter stehen.
[ ]

Sonntag, 5. November 2006

Das falsche Chindogu

Sie wissen nicht, was ein Chindogu ist, lieber Leser? Das macht nichts. Ging mir lange auch so. Habe das japanische Volk sogar verdächtigt, einen Sprung mehr in der Schüssel zu haben, als es ohnehin schon hat, als ich die ersten Bilder von diesen Erfindungen gesehen habe. Irgendwann erfuhr ich dann rein zufällig, daß es sich dabei gar nicht um ernst gemeinet Erfindungen handeln soll. Offenbar sind sie jedoch als Chindogu* durchaus ernst gemeint: das soll in Japan mittlerweile eine Art Kult sein.
(Das erinnert mich übrigens an den Umgang der Medien mit TV Serien. Wenn sie so schlecht sind, dass sogar der dümmste Zuschauer umzuschalten droht, werden sie halt als "kultig" erklärt.)
Na gut, dachte ich mir, dann haben die Japaner halt neben dem Sumo-Ringen, dem japanischen Frühstück, dem Karaoke und dem Pachinko eine weitere humorlose Sache in die Welt gesetzt.
Die Schweizer eifern den Japanern offensichtlich mit beachtlichem Erfolg nach, wie ich neulich mitbekam. Neben dem Schweizer Armeemesser und dem Ricola- Kräuterbonbon nun auch noch das Große Umdenken. Der Gipfel der Kreativität.

"Jedes Chindogu ist ein sehr nützliches Objekt, aber nicht jedes nützliche Objekt ist ein Chindogu. Damit es ein Chindogu ist, müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein, die die Eigenarten eines Chindogus repräsentieren.
1.) Ein Chindogu kann nicht für den tatsächlichen Gebrauch bestimmt sein. Ein Chindogu muss zwar so durchdacht sein, dass man es vom praktischen Gesichtspunkt aus nutzen könnte. Ist die Erfindugn jedoch so praktisch, dass man sie jederzeit nutzen möchte, ist sie kein Chindogu. In diesem Fall sollte der Weg ins Patentamt führen.
2.) Ein Chindogu muss existieren. Man darf ein Chindogu nicht permanent benutzen, aber es muss gemacht sein. Man muss es in der Hand halten können - gepaart mit der Vorstellung, dass man genau diese Erfindung gebrauchen KÖNNTE.
3.) In jedem Chindogu steckt auch ein bisschen Anarchie. Chindogus sind handgemachte Objekte, die die Freiheit der Gedanken und der Handlung repräsentieren - und die Freiheit, sogar einsetzbar zu sein.
4.) Chindogus sind Werkzeuge für das tägliche Leben. Sie sind eine Form der nonverbalen Kommunikation - verständlich für jeden und überall.
5.) Chindogus sind nicht zum Verkauf bestimmt, keine handelbaren Güter. Selbst zum Spaß dürfen sie nicht verkauft werden.
6.) Humor darf nicht der einzige Grund sein, ein Chindogu zu erschaffen. Die Erfindung eines Chindogus ist im Wesentlich eine problemlösende Aktivität. Humor ist nur ein Nebenprodukt bei der unkonventionellen Lösung eines Problems.
7.) Chindogus sind nicht zur Propaganda bestimmt. Sie sind unschuldig. Sie werden gemacht, um gebraucht zu werden - auch wenn sie nicht gebraucht werden können. Niemals sollten sie einen perversen oder ironischen Kommentar zur bedauernswerten Menschheit darstellen.
8.) Chindogus brechen keine Tabus. Die internationale Chindogu-Gesellschaft hat einige Grundsätze des sozialen Anstands definiert. Vulgärer Humor und kranke oder grausame Späße sind verboten.
9.) Chindogus können nicht patentiert werden. Sie sind Angebote an den Rest der Welt - aber nicht dafür da, um kopiert, registriert, patentiert, gesammelt und angeeignet zu werden. Mein Chindogu ist dein Chindogu.
10.) Chindogus sind vorurteilsfrei. Chindogus dürfen niemals eine Rasse oder eine Religion einer anderen gegenüber bevorzugen. Jung und alt, männlich und weiblich, arm und reich - alle sollen eine freie und gleichwertige Chance haben, in den Genuss eines Chindogus zu kommen."

Mittwoch, 2. August 2006

Brennende Frage

Ist damit die Pole Position automatisch vergeben?

Donnerstag, 8. Juni 2006

Spagat

Stephan Grünewald nennt in seinem Buch "Deutschland auf der Couch" den Dieter Bohlen einen "Reich-Ranicki der Popwelt". Grund dafür ist Bohlens unverblümte Kritik an manchen "Deutschland sucht den Superstar"-Kandidaten.
Darf man demnach Marcel Reich-Ranicki als einen "Dieter Bohlen der Literaturwelt" nennen, ohne unter Antisemitismusverdacht zu geraten?

Mittwoch, 29. März 2006

Mood Management

Sie bilden sich doch nicht ein, lieber Leser, daß Sie Ihre Stimmung im Griff haben? Wie wollen Sie das überhaupt beurteilen, so nach Gefühl? Das ist doch eine viel zu subjektive Sache. So etwas kann nur eine Maschine leisten, die über ausreichende Intelligenz verfügt.
Passen Sie auf, ich erkläre es Ihnen.
Das intelligente Dingens macht Ihnen in den Fällen, wo Sie sich nicht für eine bestimmte Stimmung entscheiden können oder womöglich sogar die falsche Stimmung haben, das Leben leichter, gesünder und angenehmer. Mit der heutigen Technik ist das alles ein Kinderspiel. Nehmen wir an, Sie kommen nach Hause schlecht gelaunt. Das volldigitalisierte Haus denkt sich: "Guck an, der alte Sack hat schon wieder eine Stinklaune. Na, dann wollen wir mal!" Und schwupps! kriegen Sie im Flur gedämpftes Rosalicht zu sehen, aus allen Lautsprechern ertönt der Ketch-up Song oder "Tengo la camisa negra", und auf dem TV-Schirm sehen Sie die Fratze von Michael Mittermeier. Na? Wird Ihnen dabei nicht sofort ganz anders?
Oder: Sie steigen gut gelaunt in Ihr Auto und wollen zu Ihrer Neuen nach Köln. Das Auto spürt mit seinen Sensoren Ihre überschwengliche Freude und will Sie - in Ihrem eigenen Interesse - auf den Boden der Wirklichkeit zurückholen. Am Kölner Westkreuz schickt sein Navigationssystem Sie in Richtung Aachen und sobald Sie die letzte Gelegenheit verpasst haben, Ihren Fehler zu korrigieren, fängt es an, ununterbrochen "Bitte wenden! Bitte wenden!" zu quacken, die ganzen 30 Minuten bis zur nächsten Ausfahrt.
Pfeifen Sie nie, wenn Sie ihren Kühlschrank öffnen, auch wenn Sie Lust dazu verspüren. Das verdammte Ding wird Ihnen einen appetitlichen Schokoriegel entgegenhalten, und dabei halten Sie gerade eine Low-Carb Diät. Es ist nicht auszuschließen, daß er, um Ihnen den Spaß endgültig zu rauben, sogar Bon Jovi vorspielen wird.

Freitag, 27. Januar 2006

Immer Ärger mit diesen Sonderlingen

Die fallen schon in der Kindheit auf, weil sie anders denken, anders spielen und anders lügen als die normalen Kinder.
Später wird das noch schlimmer. Je älter sie werden, desto weniger reagieren sie auf die Ablehnung durch die Gesellschaft. Verständlicherweise beginnt man irgendwann damit, sie auch in ihrem Beisein unverblümt zu verspotten, da man annimmt, daß sie das ohnehin nicht richtig mitkriegen. Langsam fangen sie an, sich komisch anzuziehen. Und wenn sie richtig alt sind, dann reden sie so beschissen höflich, wenn überhaupt.
Es ist wirklich ein Kreuz, das mit den Sonderlingen.

Freitag, 9. Dezember 2005

Die planbare Katastrophe

Das Fernsehen hat es schwer. Mit Katastrophenbilder allein kann man heute keinen Blumentopf mehr gewinnen, erst recht nicht, wenn das unspektakuläre Erdbeben in abgelegenen Dörfern oder Chemieunfälle mit farblosen Flüssigkeiten sind. Der 11. September, der jüngste Tsunami, ja, das waren schöne Bilder, da konnte man schon von einer Ästhetik des Schreckens reden. Aber auch solche Ereignisse haben einen Haken: sie sind nicht vorhersehbar und finden häufig zu Unzeiten statt, manchmal sogar mitten in der Nacht. Überlegen Sie mal, was passiert wäre, wenn die Terroristen ihren Anschlag vom 11.9. rechtzeitig angekündigt hätten: CNN hätte Zeit gehabt, so viele Kameras aufzustellen, wie ARD das bei einem Fußballspiel mit Beteiligung der deutschen Mannschaft tut, und wir hätten uns freigenommen und das Ereignis live verfolgen können. Oder beim Tsunami: Wäre eine live Übertragung mit Unterwasserkameras, bei welcher ein paar Kameramänner selbst draufgehen und die Kameras trotzdem weitersenden, nicht das ultimative Spektakel schlechthin gewesen?
Das Fernsehen versucht es nach Kräften, diese mangelhafte Vorhersehbarkeit zu kompensieren, in dem es immer live dabei ist, wenn eine Katastrophe möglich erscheint, so z. B. bei der einen oder anderen Notlandung eines Flugzeugs. Das Problem ist nur, daß es für die Fluggesellschaften im Moment - trotz astronomischer Fernsehübertragungsrechte - offensichtlich immer noch rentabler ist, ihre Maschinen zu retten und den Schadenersatzforderungen der Angehörigen zu entgehen. So lange sich an dieser Situation nichts grundlegendes ändert, wird eine realitätsnahe und kundengerechte live Berichterstattung allein dem Zufall überlassen. Diese Misere wird von einer frischen Meldung, die ich heute im Radio hörte, eindrucksvoll verdeutlicht: In Chicago ist ein Flieger im dichten Schneetreiben auf die Autobahn gekommen und hat ein paar Autos plattgemacht. Vom Fernsehen aber keine Spur.

Samstag, 3. Dezember 2005

Die Bombe tickt

Die Weltgemeinschaft ist so sehr bemüht, zu verhindern, daß Staaten wie Iran oder Nordkorea die Atombombe bauen.
Dabei sollten wir lieber verhindern, daß sich die Chinesen unserem Lebensstandard nähern. Heute kaufen sie unser Öl weg, morgen unseren Stahl und übermorgen vielleicht sogar unser Bier und unsre Fußballbundesliga.

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