Vierbeiniges

Sonntag, 10. September 2006

Schlechtes Timing

Obwohl wir drei Mal in der Woche an diesem Schild vorbeilaufen, habe ich bisher noch keine Patrouille gesehen. So bleiben die Fragen zur Rasse, Uniform und Bewaffnung der vierbeinigen Soldaten natürlich unbeantwortet. Wie gern hätte ich auch meinen eigenen Hunden wenigstens einen von diesen ganzen Kerlen vorgestellt.

Montag, 15. Mai 2006

Drei Hunde für Charlie

Charlie, der Rauhhaardackel vom Merkelhof, läuft meistens frei herum. Er hat sich nach und nach mit meinen Hunden angefreundet und kommt neuerdings gar mit, wenn wir aufs Feld hinauslaufen.
Die Sache hat aber einen Haken. Die Kleinen sind mittlerweile ausgewachsen und wiegen mit Bonny zusammen genausoviel wie ich, wobei sie in puncto Bodenhaftung wohl das Anderthalbfache erreichen. Wenn sie anfangen zu ziehen oder sich zu balgen, was in Charlies Anwesenheit garantiert passiert, kriege ich trotz Wanderschuhe Probleme.
Also habe ich seit gestern angefangen, den Charlie mit an die Leine zu nehmen, wobei ich dazu den Karabiner am anderen Ende von Rickys Leine benutze. So läuft er brav mit, der Charlie, als hätte er das in unserer Gesellschaft schon immer getan.
Auf dem Rückweg liefere ich ihn dann bei den Merkels wieder ab, sonst folgt er mir durchs ganze Dorf bis zu unserem Tor.
Die leute im Dorf meinen wohl, ich verdiene mein Geld mit dem Ausführen von Hunden. Macht mir nichts aus. In einem anderen Dorf in Norddeutschland haben die Nachbarn lange geglaubt, ich wäre Zimmermann.

Samstag, 11. Februar 2006

Im Hundesportverein

Ein sonniger Vormittag, den ich zusammen mit vielen Menschen und noch mehr Hunden verschiedenster Rassen auf dem Hundeplatz verbracht habe, gab mir u.a. die Gelegenheit zu erfahren, daß unter den Ahnen von Susi auch ein Maultier gewesen sein muß, so stur könnte sie sonst doch gar nicht sein.
Als das Welpentrainig zu Ende war, haben wir noch eine Weile zugeschaut, wie Schutzhunde ausgebildet werden. Der eine Trainer (bzw. in manchen Fällen der Hundebesitzer selbst) gab die Kommandos, während der andere den Bösewicht spielte, der sich hinter einem Hindernis versteckt hielt. Verschiedene Hunde kamen dran, fanden den Missetäter, stellten ihn oder griffen an, je nach Kommando.
Ein Rottweiler verbiß sich dermaßen im schwer geschützten Arm des Bösewichts, daß er auf das Kommando seines Herrchens, loszulassen, nicht mehr reagieren wollte. Nach drei erfolglosen Versuchen wurde es dem Bösewicht dann zu viel. Er stieß ein energisches "Platz!" hervor, woraufhin der Hund sich brav hinlegte und anfing zu schwänzeln.
Und das ist gut zu wissen, auch wenn man sich nicht als Einbrecher betätigen will. Wäre eine ganz einfache Methode auch für Briefträger, Installateure, Maler und weitere bevorzugte Bißopfer, ihren Hosenboden zu retten, wenn sie halt nicht so ängstlich wären...
Ich mag Hunde, sie sind so authentisch.

Dienstag, 24. Januar 2006

Furchtlose Reiter

Die etwas andere Exotik:
furchtlose-Reiter

Sonntag, 11. Dezember 2005

O tempora, o mores!

War heute wie sonntags üblich mit den Hunden im freien Feld. Nachdem die Kleinen Ricky und Susi ein Pferd zu Tode erschreckt haben (das arme Tier hat sogar vor lauter Nervosität geblinzelt), habe ich sie zur Sicherheit wieder an die Leine genommen. Dies geschah keine Minute zu früh, da hinter einem großen Holzstapel plötzlich ein Paar mit einem kleinen Hund auftauchte. Der war aber wirklich klein und ulkig, dieser Hund, nicht größer als eine Katze, mit kurzem, weißem Fell, hervorstehenden, traurigen Augen und einem Rattenschwanz ausgestattet. Die Kleinen wollten natürlich mit ihm spielen, derweil sich Bonny ziemlich indifferent gab, da sie so was kleines offensichtlich nicht für eine Gefahr hielt. Mit Mühe hielt ich der Kraft von mittlerweile 35 KH (KiloHund) der Kleinen stand, die wie verrückt zogen. Ich erfuhr, daß er (der kleine weiße Hund) ein künstliches Hüftgelenk habe und deswegen nicht mit anderen Hunden spielen dürfe, weil das u.U. kaputtgehen könnte. Ich zerrte meine Bestien weg, wünschte guten Tag und lief weiter.
"An dem könnte viel mehr kaputtgehen, wenn meine Kleinen mit ihm spielen würden" dachte ich. Was bringt den Menschen nur dazu, solch hilflose, kaum lebensfähige Hunderassen zu züchten?
Mit derartigen Gedanken beschäftigt, kam ich wieder ins Dorf zurück. Auf der anderen Straßenseite liefen mir drei Mädchen entgegen, geschätzt so zwischen 13 und 16, genauer kann man das heutzutage so wie so nicht raten.
"Hübsche Hunde" sagte das Erste. "Mhm" sagte das Zweite. Das Dritte sagte gar nichts, spuckte nur aus.
Ich habe noch nie ein Mädchen gesehen, das ausspuckt. Nie. Vielleicht war es aber "nur" Kaugummi, ein Zitronenkern oder ein ausgeschlagener Zahn, ich hatte wenig Lust, es nachzuprüfen. Es sah jedenfalls richtig gekonnt aus.

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