Antifeminismus

Montag, 14. August 2006

Eine kleine antifeministische Geschichte

ER (intellektuell angehauchter Pantoffelheld, hat im Brecht-Jubiläumsjahr 1998 gerade die "Kalendergeschichten" wiedergelesen): "Einfach genial, der Brecht. Gibt’s nicht noch mal, so was."
SIE (überzeugte Feministin, verächtlich): "Dabei weißt Du nicht einmal, ob die Geschichten wirklich von ihm sind. Der hielt sich Frauen, die ihm hörig waren. Vieles von dem, was unter seinem Namen veröffentlicht wurde, haben diese armen Kreaturen geschrieben. Er hat sie restlos ausgenutzt, hat ihnen nicht nur das Geld und die Liebe gestohlen, sondern auch die literarische Schöpfung."
ER denkt irgendetwas in Richtung "Umso genialer, wenn Du mich fragst!", sagt aber vorsichtig: "Du weißt ganz genau, daß ich nicht den Menschen, sondern den abstrakten Autor Brecht meine."
Männer sind halt feige, da kann man nichts machen.

ARDs Kalenderblatt zählt heute, den 14.8.2006, folgende Gedenktage auf:
2003: Stromkollaps, 1989: Südafrika lockerte Apartheid, 1979: Orkan beim Admiral's Cup, 1976: Frauen für Frieden, 1945: Kapitulation Japans, 1941: Atlantik-Charta verabschiedet, 1927: Cilly Aussem Deutsche Tennismeisterin, 1893: Fahrprüfung eingeführt.
Vom 50. Todestag Bertolt Brechts kein Wort.

Freitag, 30. Juni 2006

Wir Schweine

Es ist nicht genug, daß wir Männer als unterdrückte Minderheit immer weniger zu sagen haben, nein, jetzt will man uns regelrecht abrichten! Manche Frauen gedenken, Erfahrungen, die man beim Dressieren von Hyänen, Elefanten, Hunden oder Delfinen gewonnen hat, auch auf uns arme Schweine anzuwenden.
Irgendwann, nach der Emanzipation, werden wir aber zurückschlagen. Es gibt schließlich genug Tierarten, die uns Männern wertvolle Tips liefern werden, wie wir unsere Peiniger zähmen können.

Sonntag, 29. Januar 2006

Frauen, diese Teufelskerle!

Frauen sind uns Männern haushoch überlegen. Sie bringen nämlich nicht nur das Kunststück fertig, gleichzeitig "patronisierende" Machos zu hassen und "frauenverstehende" Softies zu verachten, sondern schaffen es auch locker, beide Kategorien nach Strich und Faden auszunutzen.
Es sei denn, natürlich, sie haben Humor und zeigen ihn.
(Da Humor bekanntlich nichts anderes als eine der vielen Formen der Gewalt ist, werden wir Männer doch den Teufel tun, uns das Gewaltmonopol streitig machen zu lassen, oder?)

Dienstag, 17. Januar 2006

Erinnerung

Fragt mich bitte nicht, warum ich mich heute morgen ausgerechnet an diese Episode erinnert habe. Keine Ahnung. Ich habe mich aber daran erinnert und basta.

In den Siebzigern bin ich in Bonn für einige Zeit in eine kosmopolite Gesellschaft geraten, so eine Art intellektuell angehauchten Kochklub. Die Gastgeberin war Sekretärin im Auswärtigen Amt, wählte grün und war die geheime Geliebte eines hohen CDU Parteifunktionärs. Der heutige Koch war der Libanese Abdel Nour, ein Botschaftsangehöriger, Kulturattaché oder so was. Das Essen schmeckte göttlich, der Wein auch.
Mein Freund Riess, ein Siebenbürger Sachse aus Kronstadt, dem ich die Einladung und die Bekanntschaften zu verdanken hatte, stand zwischen zwei Gängen auf und erklärte, er ginge kurz weg, seine Dulcinea anzurufen. Damit war seine Frau gemeint, die zuhause bleiben mußte, weil das eine Kind krank war.
"Wie kannst Du nur von Deiner Frau so reden? Dulcinea ist doch ein Beuerntrampel!" entrüstete sich meine Tischnachbarin, eine zickige Blondine, deren Nase genauso lang und scharf war wie ein Eispickel. Sie war irgend etwas in Richtung Journalistin oder Pressereferentin, jedenfalls hatte sie eine philologische Ausbildung, die sie ausgiebig öffentlich auslebte.
Mein Freund holte tief Luft und sagte dann in einem zuckersüßen Ton:
"Du weißt doch als Philologin am besten, man kann ein Wort auch im übertragenen Sinn verwenden. Und außerdem, ich habe doch jedem hier reichlich Gelegenheit geboten, mich und auch meine Frau kennenzulernen. Warum sollte mich jemand überhaupt mißverstehen? Ich meine, außer Dir, natürlich." Kein Anwalt läßt die Gelegenheit für einen höflichen Seitenhieb aus.
Hier versuchte der kahle polnische Komponist mit einem "Ähem. Was ich noch sagen wollte…" das Thema zu wechseln. Vergeblich.
"Das sind doch Ausflüchte. Ihr Männer redet hinter vorgehaltener Hand immer abfällig über eure Frauen. Aber nie in ihrem Beisein, dazu seid ihr zu feige."
"Da ist was dran. Ihr Frauen seid viel mutiger. Meine z.B. nennt mich Häschen, auch wenn ich dabei bin. Was meinst Du, ist das positiv oder negativ zu werten? Sollte ich mir deswegen vielleicht Sorgen machen?"
"Ich glaube, da fragst Du lieber mich. Ich bin Biologe" mischte ich mich ein. Dabei bin ich, unter uns gesagt, Chemiker.
Der Streit war nun - bis auf ein paar giftige Blicke - abgewendet. Ich konnte mich für diese diplomatische Meisterleistung beglückwünschen. Und auch dafür, daß ich damit die Versuche der Gastgeberin, mich mit der Dame zu verkuppeln, wohl endgültig vereitelt hatte: Sie bevorzugte offensichtlich Geisteswissenschaftler.

Freitag, 2. Dezember 2005

Ob Männer ihre Minderwertigkeitskomplexe doch überwinden können?

Die meisten Frauen stehen auf Männer. Dieses Zeugnis schlechten Geschmacks sollte uns Männern zu denken geben...

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