Menschen

Mittwoch, 12. März 2008

Haarspalterei oder die Sache mit dem Glashaus

Mein anderer Spezialfreund Boris Lavicka (jawohl, ich habe im Moment meine nensch-Tage) kennt den feinen Unterschied zwischen Faschismus und Nationalsozialismus, weiß aber offensichtlich nicht so genau, was das Wort Duktus bedeutet. Das Letzte, was man diesem armen und schutzlosen Begriff an Bedeutung unterschieben kann, ist nämlich eine persönliche Note oder ein faux-pas bei der Auslegung von Begriffsdefinitionen.
Und wenn wir schon von Duktus sprechen, beachten Sie bitte die besondere Resonanz des Kommentartitels:
Dudenisierter DDR Duktus !
Welch ein Dummdumm Geschoß!

Sonntag, 9. März 2008

Über das Reiten toter Pferde und den Zustand der Göttlichkeit

Die den Dakota Indianern zugeschriebene Weisheit : „Wenn du merkst, daß du ein totes Pferd reitest, steig ab!“ wird meistens für eine Selbstverständlichkeit gehalten. Fälschlicherweise, muß ich leider hinzufügen, denn kaum einer hält sich wirklich daran, wenn es so weit kommt.
Mein Spezialfreund Hans-Joachim Griebe (siehe z.B. hier) macht in dieser Beziehung keine Ausnahme: er reitet auf www.nensch.de munter weiter. Gelegentlich vollführt er sogar wahre Kunststücke, so wie neulich:

[ ] Ist Ihnen nicht klar(zumachen), dass, wenn Sie kein Dichter sind, Sie niemand sind? Dass Sie aber, solange Sie dichten, ein Gottgleicher sind? [ ]
Das macht einem Angst, ich weiß. Aber wenn Sie nicht einen Griebe, eine Klöden ertragen können - wie wollen Sie dann den Nobelpreis ertragen?
Eine Frau wird Sie da hinschleppen müssen. Finden Sie sie.


Griebe(n)schmalz, halt.

Freitag, 16. November 2007

Na endlich...

...kann ich einem Beitrag von Henryk M. Broder weitgehend zustimmen.
(Das, was er in diesem Artikel anprangert, nämlich den "moralischen Amoklauf", hat er jedoch - unter uns gesagt - in der Vergangenheit selbst reichlich praktiziert.)
Zwei klitzekleinen Anmerkungen zu seinem Opus habe ich doch.
Die Aussage:

Es gehört nun einmal zum Wesen guter Witze, dass sie geschmacklos sind

sollte den Spaßmachern überlassen werden, die sich nicht anders zu helfen wissen. Aber auch wenn man diese Aussage akzeptiert, ist ihr Umkehrschluß noch lange nicht zulässig.
Und damit komme ich zu meinem zweiten Kritikpunkt. Die Herren Schmidt&Pocher gehören m.E. doch rausgeschmissen, aber nicht wegen des Nazometers, sondern schlicht und einfach, weil sie schlecht sind. Fast so schlecht wie der Michael Mittermeier.

Montag, 10. September 2007

Dieser Griebe...

...wird mir immer sympathischer.

Mittwoch, 3. Januar 2007

Nur für Eingeweihte

Seit gestern sind die verhaßten Buchstaben aus meinem Autokennzeichen Dank der Ummeldung verschwunden. Dies hatte wohlgemerkt nichts mit meinem Wohnort zu tun, sondern vielmehr mit einer zufälligen Begebenheit, da mein Dienstwagen bei seiner Zulassung vor drei Jahren ausgerechnet die Initialen dieser Unperson (bitte nicht lesen, da langweilig) verpaßt bekam. Mit dem Dienstwagen ist jetzt aber Schluß, denn wo kein Dienst auch kein Dienstwagen, und so habe ich das Gefährt privat übernommen und umgemeldet. Diesmal konnte ich die Angelegenheit selbst regeln, was glauben Sie denn.
Der Hilde, der ich vor einigen Jahren prophezeit habe, daß sie sich auf kurz oder lang mit jedem Bewohner dieses Planeten anlegen wird, möchte ich angedenk ihrer Fortschritte bei der Erreichung dieses Ziels aus vollem Herzen gratulieren. Außerdem möchte ich hiermit meine ihr gebührende Wertschätzung abschließend zum Ausdruck bringen.
Piei, drace.

Dienstag, 17. Oktober 2006

Arboretum

So nennt jemand sein Blog. Schöner Name, schöne Beiträge. Wenn nur diese Aussage aus dem Impressum nicht wäre:

Neither trees nor anmimals were harmed in the making of this blog.

So viel liebenswürdige NaivitätBlauäugigkeit erinnert mich irgendwie (ich habe halt so komische Assoziationen) an den ollen Juvenal:


Kein Bösewicht kann glücklich sein, am wenigsten ein Verführer.


Ach, Jungs, habt ihr aber eine Ahnung...

Montag, 11. September 2006

Kerwe

Da war diesmal nicht viel los. Zwei Wagen mit Süßigkeiten, ein Schießstand, ein Stand, wo man mit dem Kescher Plastikfische (10 Fische 3 €, 20 Fische 5€, jeder Fisch gewinnt!) aus einem Bassin rausholen konnte, eine Reitschule* mit Plastikpferden, eine Bahn mit Boxautos** und zwei Wagen der Fa. Wüst Getränkehandel GmbH , wo der ASV Würstchen und Getränke verkaufte.
Früher, vor paar Jahrzehnten, war der Kerweplatz viel größer, die Holzpferde waren handbemalt, und in der nahegelegenen Turnhalle wurde abends getanzt. Das mit dem Tanzen war damals besonders lustig, da die meisten Männer die vier Kerwetage im gründlichen Dauersuff verbrachten.
Heute betrinken sich eher die jungen Leute, Mädchen vor allem. Lauter junge Mädchen saßen auf der Bande der Autoscooter-Bahn, rauchten und tranken irgendwas aus blauen oder durchsichtigen kleinen Flaschen. Wenn sie mal aufstanden, torkelten und kicherten sie dabei vergnügt.
Wir näherten uns der Getränkebude.
-Was willst Du trinken?
-Ein Radler.
Zwei junge Männer bedienten am Tresen. Derjenige, der mich nach meinem Wunsch fragte, schwankte leicht aber merklich. Seine Augen waren glasig.
-Einen Schoppen Bier und ein Radler, bitte.
-Das macht… ähm… achtsiebzig, mit Pfand. Er fing gleich an, das Bier zu zapfen. Sein Kollege leerte eine halbe Flasche Zitronenlimonade in einen der Bierkrüge. Er schwankte auch.
-Was wollt Ihr trinken, Nora?
-Ein Bier und ein Glas Sekt. Ich bin eine Dame.
-Noch'n Schoppen Bier und ein Glas Sekt.
-Jetzt wird's kompliziert. Das macht dann zusammen… mit Pfand… elfsechzig.
Ich zahlte. Wir setzen uns, tranken, schauten uns um und begrüßten den einen oder anderen der Anwesenden.
Unsere Nachbarin Martina ließ, als sie uns sah, ihre Begleitung stehen und kam rüber zu uns. Sie drängte sich zwischen Nora und mich und redete auf Vera ein, die mir gegenüber saß. Es ging um ihre Mutter - Pflegefall -, um Ärzte, Versicherungen, Pflegedienste und Arzneiwirkstoffe.
Ich trank mein Bier langsam aus und machte Nora mit dem leeren Glas hinter Martinas Rücken ein unmißverständliches Zeichen.
-Die nächste Runde geht auf mich. Was wollt Ihr haben? Martina wollte nichts, Vera einen Schoppen neuen Wein, Bernd und ich blieben beim Bier. Nora verschwand mit den leeren Gläsern und kam etwas später mit dem Bier zurück. Martina redete immer noch. Nora holte im zweiten Anlauf den Wein und für sich selbst ein Glas Orangensaft.
-Das kann doch so nicht stimmen. Für den Pfand habe ich die Getränke gekriegt und noch einssechzig zurück. Dann sagte er, Pfand müßte ich keinen zahlen, ich hätte ja die anderen Gläser zurückgebracht. Kann das angehen?
-Der ASV macht auf diese Weise garantiert Pleite.
-Was heißt überhaupt ASV?
-Keine Ahnung. Vielleicht Amateursportverein?
-Jawohl. Profis sind sie bestimmt nicht. Ich prostete Bernd grinsend zu.
Wir überzeugten uns alle, daß Vera Recht hatte und der neue Wein scheußlich schmeckte, während das Bier nach wie vor in Ordnung war. Martina sprach noch schnell 20-30 Sätze aus und verschwand. Wir tranken, quatschten noch ein bißchen und fingen dann langsam an zu frösteln. Daraufhin beschlossen wir zu gehen.
Ich brachte die leeren Gläser zurück und kassierte noch 6 € Pfand.



* Karussell
** Autoscooter

Donnerstag, 7. September 2006

Kaum zu glauben

Musiklegende Bob Dylan ist mit seinem Album "Modern Times" nach 30 Jahren wieder auf Platz eins der amerikanischen Hitparade.

Montag, 21. August 2006

Hochsessel

Jäger sind offensichtlich ein fantasievolles Völkchen. Dafür spricht nicht nur die Waidmannsprache (die vor besonders originellen Euphemismen nur so strotzt), sondern auch ihre Improvisationskunst beim Basteln der Hochsitze. Hier möchte ich Ihnen ein äußerst hübsches Beispiel präsentieren.
By the way: Waidleute fühlen sich der Ethik im allgemeinen und der Waidmannsethik im besonderen zutiefst verpflichtet.
Ein Kollege, bei dem meine Vorurteile gegen Jäger eine glänzende Bestätigung gefunden haben, erzählte mir mal, daß es unter Waidmännern "total verpönt" sei, auf ein unbewegtes Tier zu schießen. Ein Rebhuhn z. B. muß erst vom Hund aufgescheucht werden und wird dann im Flug erlegt. Meine Frage nach dem Warum beantwortete er wortreich mit Argumenten, die im wesentlichen vom "sportlichen Geist" und von der "Chancengleichheit" handelten.
Als ich ihm vorschlug, zwecks eines absolut fairen Kampfes dem Vogel hinterherzufliegen, wurde er richtig ausfällig. Seine Waidmannsethik verbot ihm jedoch, mich gleich zu erschießen, da ich keine Anstalten machte, abzufliegen.

Donnerstag, 3. August 2006

Schattengewächse

Der Herausgeber des Mostanzeigers erklärte gestern (mehr oder weniger verschlüsselt) erneut seinen endgültigen Rücktritt vom nensch-Forum. Das wäre, wenn man die Anzahl seiner bisherigen endgültigen Rücktritte betrachtet, nicht weiter erwähnenswert. Einige Umstände lassen dies jedoch interessant erscheinen.
Nach dem Rausschmiß des besagten Herausgebers und seiner „Mofagang“ durch die nensch-Administratoren Ende letzten Jahres entstand eine paradoxe Situation. Das Forum verlor verständlicherweise an Professionalität (denn die Clique beweist eindrucksvoll, daß Professionalität und Anstand nicht unbedingt etwas gemeinsames haben müssen), ohne die Chance eines Neubeginns wirklich nutzen zu können: Die Gang entsandte keifende Ehefrauen und Groupies oder betätigte sich im Forum selbst unter deren Account, so daß Gift und Galle nach wie vor in Strömen flossen. Auch das MA-Forum hatte - wie es sich halt für ein nensch-Schattenforum gehört - kaum ein anderes Diskussionsthema als nicht genehme nensch-Teilnehmer durch den Kakao zu ziehen.
Die nensch-Administration schaute alldem merkwürdig passiv zu. Die neue Situation war eine Riesenpleite. Die Kommunikation war nach wie vor gestört, das Niveau der Diskussionen sank ins Unermeßliche. Anstatt die Störenfriede komplett auszusperren, machte man einen Rückzieher und ermöglichte, für meine Begriffe völlig unverständlich, dem Herausgeber erneut die Mitgliedschaft bei nensch. Für mich genauso unverständlich war die Tatsache, daß er das Angebot annahm.
In dieser ganzen Zeit spielte meine verhinderte Bekannschaft aus Lübecker Zeiten, HJG, eine Sonderrolle. Er gehörte trotz einiger Affinitäten nicht zur Mofagang und beteiligte sich weiter – jetzt sogar verstärkt – am Forumsleben. Seine Kommentare sind in der Regel so ekelhaft, so übertrieben bissig, so unvermittelt böse, so grundlos verletzend, daß ich sie fast (aber nur fast) wieder schön finde. Auf HJG will ich aber nicht herumreiten, da habe ich mich anderswo ausgiebig mit ihm befaßt. Jetzt sollte er aber nach wiederholten Beleidigungen gesperrt werden und die Mofagang nutzt die Gelegenheit, nensch eins auszuwischen, und schreit Zeter und Mordio.
Wie wird es nun weitergehen? Das ist leicht voraussehbar, denn der Löwe nensch liegt verletzt am Boden und Hyänen sind bekanntlich geduldig.
Bis zum endgültigen Festschmaus holen sie sich bei jeder Gelegenheit vom lebenden Opfer noch ein Maulvoll Fleisch. Ach ja, und der Herausgeber kann in der Zeit bis zum endgültigen Aus noch ein paarmal seinen endgültigen Abschied inszenieren.

Nachtrag (18.8.06):
Das Ende naht, denn jetzt wird neben den Schattenforen Mostanzeiger (bereits erwähnt) und Schwerster Stinkfuß noch ein Ersatzforum angeboten, als hätte es je nensch an Softwaregags und nicht an der sozialen Kompetenz der meisten Platzhirsche gemangelt. Und prompt schlägt hier ein "Pseudonymus" in reiner HJG-Manier erbarmungslos zu. Wir verzeichnen daraufhin einen wiederholten (und wie üblich nicht ganz sicheren) Abgang eines einzelnen Teilnehmers, einen Anfall von Germanismus und jede Menge Zickenterror.
=Fortsetzung folgt (vielleicht)=

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