Montag, 28. August 2006

Glück gehabt!

Es stellte sich heraus, daß der Mannheimer Kofferbomber gar kein Kofferbomber war, sondern Altpapierhändler. Glücklicherweise geschah dies, noch bevor die erste Trident-Rakete abgefeuert wurde.

Wir sind anders

Telepolis veröffentlicht einen bemerkenswerten Artikel von Uri Avnery über die Folgen des jüngsten Libanon-Krieges. Die wichtigste davon ist, wie der syrische Präsident Bashar al-Assad prophezeit, der blanke Hass:
" Jede neue arabische Generation wird Israel mehr hassen als die vorhergehende."
Und was ist mit den Israelis?
Sie sind natürlich moralisch überlegen und haben ein Recht darauf, sich zu verteidigen. Hier die Meinung eines Reservisten:
"Darüber haben wir viel gesprochen während des Krieges. Wir sind anders als die, wir glauben, dass wir anders sind." Ja. Die israelischen Juden hassen ihre arabischen Nachbarn eben anders. Auf eine zivilisierte, ethisch einwandfreie Art. So zum Beispiel.

Donnerstag, 24. August 2006

Hausaufgaben nicht erledigt

Pluto steigt ab:

Als Planeten gelten künftig alle Himmelskörper, die auf einer kreisnahen Bahn die Sonne umlaufen und ausreichend Masse haben, damit die eigene Schwerkraft sie zu annähernd kugelförmiger Gestalt (hydrostatisches Gleichgewicht) zusammenzieht. Außerdem müssen sie ihre Nachbarschaft von anderem kosmischen Material freigeräumt haben.

Ewiges Glück

Ein Mann, ein Wort.
Ein Volk, ein Wille.
Ein Gen, eine Krankheit.
Kolossale und trotzdem (fast) vergessene Irrtümer der menschlichen Geschichte.

Montag, 21. August 2006

Was denn sonst?

Unter dem Titel:
Verschleppte CIA auch in Österreich lebende Moslems?
stellt die ARD eine interessante Frage.
Aber sicher doch. Wenn schon, dann lebende.

Hochsessel

Jäger sind offensichtlich ein fantasievolles Völkchen. Dafür spricht nicht nur die Waidmannsprache (die vor besonders originellen Euphemismen nur so strotzt), sondern auch ihre Improvisationskunst beim Basteln der Hochsitze. Hier möchte ich Ihnen ein äußerst hübsches Beispiel präsentieren.
By the way: Waidleute fühlen sich der Ethik im allgemeinen und der Waidmannsethik im besonderen zutiefst verpflichtet.
Ein Kollege, bei dem meine Vorurteile gegen Jäger eine glänzende Bestätigung gefunden haben, erzählte mir mal, daß es unter Waidmännern "total verpönt" sei, auf ein unbewegtes Tier zu schießen. Ein Rebhuhn z. B. muß erst vom Hund aufgescheucht werden und wird dann im Flug erlegt. Meine Frage nach dem Warum beantwortete er wortreich mit Argumenten, die im wesentlichen vom "sportlichen Geist" und von der "Chancengleichheit" handelten.
Als ich ihm vorschlug, zwecks eines absolut fairen Kampfes dem Vogel hinterherzufliegen, wurde er richtig ausfällig. Seine Waidmannsethik verbot ihm jedoch, mich gleich zu erschießen, da ich keine Anstalten machte, abzufliegen.

Sonntag, 20. August 2006

Kompensationsgeschäft

Die Reaktion der Vorsitzenden des Vertriebenenbundes Erika Steinbach auf die jüngsten Behauptungen des "Spiegel" ist richtig lustig. Erst erklärte sie, für eine Aufarbeitung seiner Geschichte fehlen dem Bund die finanziellen Mittel, dann ließ sie verlauten, daß eine Studie, in welchem Ausmaß es in BdV-Führungsämtern schuldhaft belastete frühere Nationalsozialisten gab und welchen Einfluß diese auf die Verbandspolitik hatten, nun doch stattfinden soll. Die Studie soll jedoch einen zweiten Schwerpunkt (sprich auch den doppelten Umfang) haben: "in welchem Ausmaß die DDR und andere östliche Dienste den BdV ausgespäht und durch Desinformation die westdeutsche Haltung zu den Vertriebenen beeinflusst haben".
Das nenne ich Ausgewogenheit!
Wenn sie uns an die Nazis wollen, dann gehen wir ihnen auch an die Kommis.

Drei Tage

Am 20.8.1968 sind sovjetische, polnische, ostdeutsche, ungarische und bulgarische Truppen in die Tschechoslowakei einmarschiert.
Drei Tage lang hat das rumänische Fernsehen mit einer verblüffenden Offenheit kritisch darüber berichtet.
Drei Tage lang sind lange Konvois der rumänischen Armee, ausgestattet mit Kampfmunition, in Richtung Grenzgebiete geschickt worden.
Drei Tage lang hat die Bevölkerung im Lande fulminante Reden des werdenen Diktators gehört und mit einem unmittelbar bevorstehenden Austritt aus dem Warschauer Pakt gerechnet.
Dann war das Strohfeuer erloschen.

Freitag, 18. August 2006

Auf nensch wirds langsam lustig

So finde ich wenigstens hier nicht nur die Beschreibung der Tätigkeit eines Außenstehenden (Legt die Hände in den Schoß und ist nicht untätig dabei.), sondern auch den Vergleich mit Titanic. Fragt sich nur, wer den Eisberg spielt. (By the way: Verdammt noch mal, warum kann man keine Eisberge versenken?)
Näheres siehe auch da.

Donnerstag, 17. August 2006

Das Internet zum "Feindesland für Terroristen" machen

Unter diesem Titel berichtet Florian Rötzer in Telepolis über die neusten geplanten Antiterror-Maßnahmen der EU.
Sehr glaubhaft, alles. Wirklich. Die EU hat doch ihre entsprechenden Fähigkeiten anläßlich der Bekämpfung von Faschismus, Kinderpornographie oder lästigem Spam bereits auf glänzende Weise unter Beweis gestellt.

Mittwoch, 16. August 2006

Mediaterror

Das Bonner Forschungsinstitut Media Tenor unterstellt in seiner neusten Studie ARD und ZDF eine zu Ungunsten Israels einseitige Berichterstattung über den jüngsten Libanon-Krieg. Pikanterweise wird die Ausgewogenheit ausgerechnet von der Bild angemahnt.

Montag, 14. August 2006

Eine kleine antifeministische Geschichte

ER (intellektuell angehauchter Pantoffelheld, hat im Brecht-Jubiläumsjahr 1998 gerade die "Kalendergeschichten" wiedergelesen): "Einfach genial, der Brecht. Gibt’s nicht noch mal, so was."
SIE (überzeugte Feministin, verächtlich): "Dabei weißt Du nicht einmal, ob die Geschichten wirklich von ihm sind. Der hielt sich Frauen, die ihm hörig waren. Vieles von dem, was unter seinem Namen veröffentlicht wurde, haben diese armen Kreaturen geschrieben. Er hat sie restlos ausgenutzt, hat ihnen nicht nur das Geld und die Liebe gestohlen, sondern auch die literarische Schöpfung."
ER denkt irgendetwas in Richtung "Umso genialer, wenn Du mich fragst!", sagt aber vorsichtig: "Du weißt ganz genau, daß ich nicht den Menschen, sondern den abstrakten Autor Brecht meine."
Männer sind halt feige, da kann man nichts machen.

ARDs Kalenderblatt zählt heute, den 14.8.2006, folgende Gedenktage auf:
2003: Stromkollaps, 1989: Südafrika lockerte Apartheid, 1979: Orkan beim Admiral's Cup, 1976: Frauen für Frieden, 1945: Kapitulation Japans, 1941: Atlantik-Charta verabschiedet, 1927: Cilly Aussem Deutsche Tennismeisterin, 1893: Fahrprüfung eingeführt.
Vom 50. Todestag Bertolt Brechts kein Wort.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Tempi passati

Aktuelle Beiträge

Empfehlung
Tierisch
fely - 21. Jan, 07:21
Adieu
Felys Tagebuch wird geschlossen.
fely - 2. Aug, 23:02
Jawohl. Dies hätte auch...
Jawohl. Dies hätte auch noch den Vorteil, daß ich die...
fely - 1. Aug, 09:50
Natürlich! Kann ich mir...
Natürlich! Kann ich mir doch gar nicht leisten.
fely - 1. Aug, 09:45
Wenn
ich die Preise so vergleiche, rentierte sich da nicht...
pathologe - 1. Aug, 08:03
Sicherlich gar nicht...
Sicherlich gar nicht so Viel als die für die liebe...
larsjens - 1. Aug, 01:00
Ungerechtigkeit
Komme gerade vom Tierarzt. Habe Hundeshampoo für Bonny...
fely - 31. Jul, 19:00
Habe ich auch so verstanden,...
Habe ich auch so verstanden, denn die Aussage war in...
fely - 31. Jul, 10:55

Archiv

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

Suche

 

Status

Online seit 7506 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:09

Impressum


Aktuelles
Antifeminismus
Ausserirdisches
Der virtuelle Stammtisch
Deutsch als Fremdsprache
Die guten alten Zeiten
Informationstechnologien
Management fuer Anfaenger
Menschen
Platitueden
Politik
Traeume
Vierbeiniges
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren