sei Peter Handke zitiert (1968): Reich-Ranicki stellt sich schon lange keine Fragen über sich selbst mehr. Er, der unwichtigste, dabei am meisten selbstgerechte deutsche Literaturkritiker seit langem, kann freilich alle Angriffe mit seinem Kommuniquésatz abwehren: "Ein Literaturkritiker, der etwas taugt, ist immer eine umstrittene Figur." Von mir aus ist er nicht umstritten.
Es wird schwer zu sagen sein, wieviele Potential Reich-Ranicki in seinem Kritikerleben der Literatur für immer vergrault hat. Das Verhältnis zu seinen Entdeckungen dürfte sehr stark zu seinen Ungunsten sein. Seine Popularität liegt in der gnadenlosen Vereinfachung von Literatur, wozu (fast ausschliesslich) die Fernsehsendungen beigetragen haben.
Danke für die Zitate. Peter Handkes Meinung zum Thema ist für mich ein weiterer Anlaß, ihm zuzustimmen.
Man kann jedoch MRR eine gewiße Größe nicht absprechen: er wird in die deutsche Literaturgeschichte als eine Schneise der Verwüstung eingehen.
Aus (sozusagen) aktuellem Anlass..
Interessante Seite über MRR hier.
Es wird schwer zu sagen sein, wieviele Potential Reich-Ranicki in seinem Kritikerleben der Literatur für immer vergrault hat. Das Verhältnis zu seinen Entdeckungen dürfte sehr stark zu seinen Ungunsten sein. Seine Popularität liegt in der gnadenlosen Vereinfachung von Literatur, wozu (fast ausschliesslich) die Fernsehsendungen beigetragen haben.
Man kann jedoch MRR eine gewiße Größe nicht absprechen: er wird in die deutsche Literaturgeschichte als eine Schneise der Verwüstung eingehen.