<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="https://fely.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="https://fely.twoday.net/">
    <title>Felys Tagebuch</title>
    <link>https://fely.twoday.net/</link>
    <description></description>
    <dc:publisher>fely</dc:publisher>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:date>2020-05-21T14:33:19Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="https://static.twoday.net/fely/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/1022643891/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5102049/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5098474/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5092370/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5087858/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5082061/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5076623/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5076454/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5071585/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5069952/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5069936/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5067950/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5063284/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5056500/" />
            <rdf:li rdf:resource="https://fely.twoday.net/stories/5056358/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="https://static.twoday.net/fely/images/icon.jpg">
    <title>Felys Tagebuch</title>
    <url>https://static.twoday.net/fely/images/icon.jpg</url>
    <link>https://fely.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/1022643891/">
    <title>Empfehlung</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/1022643891/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://vladeasa.eu/blog&quot;&gt;Tierisch&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Vierbeiniges</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2018 fely</dc:rights>
    <dc:date>2018-01-21T06:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5102049/">
    <title>Adieu</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5102049/</link>
    <description>Felys Tagebuch wird geschlossen.</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Aktuelles</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-02T21:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5098474/">
    <title>Ungerechtigkeit</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5098474/</link>
    <description>Komme gerade vom Tierarzt. Habe Hundeshampoo für Bonny (200 ml  € 23,- ) und für die Kleinen (250 ml € 14,60) geholt.&lt;br /&gt;
Soll ich Ihnen sagen, was ich für &lt;b&gt;mein&lt;/b&gt; Shampoo ausgebe?</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Vierbeiniges</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-31T16:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5092370/">
    <title>Rätsel</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5092370/</link>
    <description>Gestern las ich &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/blogs/7/113412&quot;&gt;die Weisheit&lt;/a&gt; &quot;Internet macht einsam&quot;. &lt;br /&gt;
Der Beitrag stammt von Oliver Gassner, der sich einmalmehr nicht entscheiden kan, ob er dafür oder dagegen ist, und falls doch, wofür oder wogegen. &lt;br /&gt;
Als ähnlich tiefgründig empfand ich heute beim HNO Arzt das Plakat mit der Botschaft &quot;Schnarchen macht einsam&quot;. Jaja, Knoblauch auch.&lt;br /&gt;
Aber ich schweife ab.&lt;br /&gt;
Um wirklich einsam sein zu können, da braucht man in der Tat die Öffentlichkeit, da reichen so primitive Mittel wie Schnarchen oder Knoblauch bei weitem nicht aus. Ich könnte also Oliver Gassner u.U. sogar recht geben, wenn ich nur wüßte, was er genau meint.</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Platitueden</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-29T13:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5087858/">
    <title>Ausflug</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5087858/</link>
    <description>Die Szene wiederholt sich jeden morgen: ich laufe mit meinen drei Hunden am Merkelhof vorbei, hinaus ins freie Feld. &lt;a href=&quot;http://fely.twoday.net/stories/2006190/&quot;&gt;Charlie&lt;/a&gt;, der hofeigene Rauhaardackel, nimmt vom Haus aus unsere Witterung auf, fängt an zu bellen und wird rausgeschmissen. Er trottet dann langsam zu uns, läßt sich von meinen Bestien beschnuppern und von mir am Kopf kraulen. Dann läuft er - je nachdem wie er Lust hat - die ganze Strecke oder nur ein Stück des Weges mit. Gestern war er gut drauf und somit bis zum Schluß mitgelaufen. Wir waren schon auf dem Rückweg, als um die Kurve ein Radfahrer mit einem jungen Labrador an der Leine auftauchte. Da er keine Anstalten machte, seine Geschwindigkeit zu mindern, machte ich ein paar Schritte zur Seite und befahl meinen Hunden zu sitzen.&lt;br /&gt;
&quot;Ganz schön mutig. Hoffentlich hat er seinen Hund im Griff!&quot; dachte ich mir.&lt;br /&gt;
In diesem Moment passierte es. Erst Charlie, dann Ricky und Susi schlugen an, Bonny folgte Sekunden später auch. Charlie stürzte sich auf den Drahtesel und wollte ihm ins Hinterrad beißen. Und der junge Labrador zog voller Panik zur Seite und landete zusammen mit seinem Herrchen und dem Drahtesel im angrenzenden Maisfeld. &lt;br /&gt;
Es entwickelte sich eine, vom lauten Hundegebell begleitete, freundschaftliche Unterhaltung.&lt;br /&gt;
&quot;Warum nehmen Sie Ihren verdammten Köter nicht an die Leine?&quot; &lt;br /&gt;
Ich versicherte ihm, daß ich meine verdammten Köter an der Leine führe, und daß Charlie nicht zu uns gehört. &lt;br /&gt;
&quot;Sie tragen doch die Verantwortung für ihn, wenn er mitläuft!&quot;&lt;br /&gt;
Ich teilte ihm mit, daß mein Haftpflichtversicherer in diesem Punkt entschieden anderer Meinung ist.&lt;br /&gt;
&quot;Jedenfalls haben Sie mit Ihren Hunden ein Problem! Sie haben angefangen zu bellen!&quot;&lt;br /&gt;
Ich gab zu, daß ich mit meinen Hunden ein Problem habe, weil sie zusammen mehr als ich wiegen und in Augenblicken wie diesen etwas völlig anderes wollen als ich. Ich ließ ihn wissen, daß ich die Hunde schätzungsweise noch eine Minute halten kann, und daß nach dieser einen Minute mein Problem durchaus zu seinem werden könnte.&lt;br /&gt;
Er rappelte sich murrend auf, brachte sein Fahrrad hoch, betrachtete es eingehend und klopfte seine Hose sauber. Bis auf das Selbstvertrauen des jungen Labradors schien alles unbeschädigt zu sein. Sie verschwanden.&lt;br /&gt;
Ich brachte Charlie nach Hause. Sein Frauchen wartete auf ihn in der Tür. Charlie lief auf sie zu und humpelte dabei schrecklich: das macht er nämlich immer, wenn er Aufmerksamkeit erheischen möchte.</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Vierbeiniges</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-27T16:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5082061/">
    <title>Die eigene Zukunft gestalten</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5082061/</link>
    <description>Auf diese &lt;a href=&quot;http://seminar.manager-magazin.de/seminar.html?sindex=257534&amp;rubrikid=%2A&amp;suchtermin=%2A&amp;suchpreis=5000&amp;suchgebiet=%2A&amp;_volltext=kww&amp;_so=termin&amp;pg=1&quot;&gt;Empfehlung&lt;/a&gt; vom Manager-Magazin bin ich gestern gestoßen. Ein alter Hut, eigentlich. Über Steigerungsformen dieser dummen Floskel, die den Gestaltungsprozeß (aktiv, bewußt, zielgerichtet, nachhaltig u.s.w.) noch näher beschreiben, will ich mich gar nicht auslassen. Die Kernaussage genügt, um mich auf die Barrikaden zu bringen.&lt;br /&gt;
Denn: wie will man überhaupt etwas gestalten oder beeinflussen, was noch gar nicht existiert? Na?&lt;br /&gt;
Sie können&apos;s genausogut mit der Gestaltung der Vergangenheit versuchen, liebe Leser. Die Einflußmöglichkeiten sind hier nicht unbedingt schlechter.</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Platitueden</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-24T15:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5076623/">
    <title>Kolossale Irrtümer (2)</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5076623/</link>
    <description>Im Wettbewerb mit sich selbst kann der Mensch nur gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;b&gt;Nachtrag: &lt;/b&gt; Die Nr. 1 in dieser Reihe siehe &lt;a href=&quot;http://fely.twoday.net/stories/2572663/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Platitueden</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-22T11:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5076454/">
    <title>Wortkreationen (VIII)</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5076454/</link>
    <description>Die Euphemistik entwickelt sich langsam auch zu einer Extremwissenschaft, sonst bliebe uns das Erklimmen solcher Gipfel der Sprachkunst wie &lt;a href=&quot;http://www.presseportal.de/story.htx?nr=1232707&quot;&gt;&quot;Lebensbegrenzt erkrankte Kinder&quot;&lt;/a&gt; (gefunden via &lt;a href=&quot;http://chatatkins.blogger.de/&quot;&gt;Sargnagelschmiede&lt;/a&gt;) vorenthalten.</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Deutsch als Fremdsprache</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-22T10:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5071585/">
    <title>Im Gesundheitswesen, auf der falschen Seite (2)</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5071585/</link>
    <description>Am nächsten Morgen fuhren meine Frau und ich in die Klinik. Sehr früh. Sie nahm ein Buch mit und wollte auf mich warten, denn es war nicht ratsam, nach der Vollnarkose selbst zu fahren.&lt;br /&gt;
Ich wurde in OP-Kluft gesteckt, kriegte eine Tablette zu schlucken und wartete in meinem Bett. Der Professor mit seinem ganzen Gefolge kam kurz vorbei. Er schien von der ganzen Aufregung nichts zu wissen, jedenfalls ließ er sich nichts anmerken. Dann wurde ich abgeholt. Meine Frau kam bis zum OP Bereich mit und winkte mir hinterher. Die Tür ging zu.&lt;br /&gt;
„Ich bin Dr. Dingenskirchens, Ihre Narkoseärztin“ sagte eine weibliche Stimme mit starkem französischen Akzent. „Sie bekommen gleich eine Spritze und dann leiten wir die Inhalationsnarkose ein.“ Noch während ich in petto witzelte, sie hätten jetzt meinetwegen extra eine Französin eingeflogen, schlief ich wohl ein, denn ich kann mich an nichts mehr erinnern. Sie müssen einem Querulanten wie mir wohl eine Pferdedosis von Wasauchimmer zugedacht haben.&lt;br /&gt;
Als ich aufwachte, war mein Kopf voll Watte und meine Augen tränten ununterbrochen. Meine Nase war fest mit Tampons zugestopft, und das war bei weitem das unangenehmste an der Situation. Ich richtete mich auf und merkte, daß ich verkabelt war. Das übliche, EKG, Sauerstoffsättigung, Blutdruck. Die Infusionsflasche war fast leer. Ich drehte mich um, und guckte auf die Anzeige, konnte aber wegen der Tränen nichts erkennen.&lt;br /&gt;
„Wenn Sie sich so verrenken, geht Ihr Blutdruck nur in die Höhe“ sagte die Schwester. Ich winkte ihr. Im benachbarten Bett lag eine Frau, die mit gequältem Gesicht die Wand anstarrte. Ich winkte ihr auch. Keine Reaktion.&lt;br /&gt;
Ein Operationstisch wurde aus dem angrenzenden OP Raum reingeschoben. Der Patient, auch eine Frau, wurde von vier Personen Eins! Zwei! Drei! gekonnt umgebettet.&lt;br /&gt;
Die Frau mit dem gequälten Gesicht wurde von einem schwarzen Krankenpfleger mit ihrem Bett abgeholt. Ich wischte mir die Tränen ab und drehte mich noch einmal um. Meine Werte waren normal. &lt;br /&gt;
„Und wann werde ich abgeholt? Ich kriege langsam Hunger.“&lt;br /&gt;
„Sie müssen bis zwölf hier bleiben. Anordnung vom Professor, wegen der Schlafapnoe. Und außerdem können sie so wie so nichts essen.“&lt;br /&gt;
„Haben Sie aber eine Ahnung, was ich alles kann. Darf ich auf die Toilette gehen?“&lt;br /&gt;
„Das geht hier nicht. Wenn’s dringend ist, kriegen Sie die Flasche.“&lt;br /&gt;
Darauf verzichtete ich.&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit wachte auch die Neue auf. Sie machte einen ziemlich verwirrten Eindruck. Ich winkte auch ihr zu. Sie tat so, als hätte sie nichts gemerkt.&lt;br /&gt;
Kurze Zeit später kam ein großgewachsener Krankenpfleger hereingestürmt, ging grinsend auf sie zu und verkündete mit starkem ungarischen Akzent:&lt;br /&gt;
„Ich heiße Toth und komme Sie abholen. Und das ist kein Scherz. Ich heiße wirklich so und habe deswegen ein Problem. Verstehen Sie, wie sich das anhört? ‚Ich bin der Toth und komme Sie abholen?’ Verstehen Sie? Hahaha!“&lt;br /&gt;
Es war unklar, ob sie davon überhaupt etwas mitbekommen hat oder nicht, sie sagte jedenfalls nichts. Die Tür ging hinter ihnen zu.&lt;br /&gt;
Warum passiert so was lustiges immer den falschen Leuten? &lt;br /&gt;
Ich langweilte mich bis zwölf fast zu Tode. Dann kam der Stationspfleger und setzte mein Bett in Bewegung. Die Schaukelei machte mir trotz der Watte im Kopf Spaß.&lt;br /&gt;
„Warum hat das so lange gedauert? Die OP war schon um neun vorbei“ fragte mich meine Frau.&lt;br /&gt;
„Anordnung vom Chef. Intensivüberwachung wegen der Schlafapnoe.“&lt;br /&gt;
„Ich denke, Du hast keine?“ Wir grinsten beide.&lt;br /&gt;
Die Schwester half mir beim Aufstehen, fragte mich „Geht es ? Sicher?“ und war, nachdem ich heil vom Toilettengang zurückkam, der Meinung, daß ich mich schon umziehen könne.&lt;br /&gt;
„Das ist ja höchste Zeit. Ich will nach Hause. Ich habe nämlich Hunger.“&lt;br /&gt;
„Sie können aber bestimmt nichts essen.“ Meine Frau und ich grinsten uns gegenseitig an. Mir macht nämlich alles, aber auch alles Hunger.&lt;br /&gt;
Die Stationsärztin befreite mich kurze Zeit später von der Infusionsnadel, bedeutete mir jedoch, daß ich erst 16:00 nach Hause gehen dürfte.&lt;br /&gt;
Also ich prüfte im Spiegel Sitz und Zustand meiner Nasenschleuder und wir gingen in die klinikeigene Cafeteria etwas essen. Als hätte ich nicht genug Probleme mit dem Essen gehabt (schlucken Sie mal und halten sich dabei die Nase zu), guckte ein etwa vierjähriges Kind die ganze Zeit fasziniert meine Nase an. Seine Mutter war leicht geniert und versuchte ihn abzulenken.&lt;br /&gt;
“Keine Angst, sie wächst nach“ stand mir auf der Zunge, verkniff ich mir jedoch. Statt dessen lächelte ich nur. Das Kind lächelte nicht zurück.&lt;br /&gt;
Irgendwann waren wir dann doch zuhause. Ich aß etwas richtiges und japste bei jedem Schluck nach Luft. In dieser Nacht schlief ich ganz schlecht. Ich hatte zwar keine Schmerzen, fand aber einfach keine richtige Kopfstellung, denn die Tampons waren extrem lästig. Ich wäre ein paar mal auch fast am eigenen Blut erstickt.&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhr ich nach einer Katzenwäsche zurück in die Klinik. Ich hatte beim Fahren nur insofern Bedenken, daß ich mit der Nasenschleuder ein ziemlich außergewöhnliches Bild bot. Ich hätte aber auch eine Vampirmaske tragen können, kein Schwein guckt einem heutzutage beim Fahren noch ins Gesicht.&lt;br /&gt;
Der Vorzimmerdrache war immer noch verärgert und ließ es mich spüren.&lt;br /&gt;
Sie ließ mich eine ziemliche Weile warten, dann fragte sie mich nach Namen und Geburtsdatum, als hätte sie mich zum ersten mal gesehen. Ich ließ das alles über mich ergehen.&lt;br /&gt;
„Haben Sie Schmerzen? fragte mich die Oberärztin.&lt;br /&gt;
„Überhaupt nicht, alles bestens. Machen Sie bitte nur diese Stopfen weg!“&lt;br /&gt;
Ich sollte unter meinem Kinn ein Schälchen halten, während sie an beiden Schnüren gleichzeitig zog. Es machte Plopp! und meine Nase war frei.&lt;br /&gt;
„Das sieht aber gut aus. Ach, verdammt!“ Ein Schwall frisches Blut ergoß sich über meinen Mund. &lt;br /&gt;
&quot;Sie bluten ja ganz schön!&quot; sagte sie vorwurfsvoll. Es wurde wiederholt abgetupft, in der Nase kitzelte es. Ich blutete ganz ordentlich. Als die Blutung einigermaßen gestillt war, kriegte ich die Nasenschleuder und eine Nackenkompresse angelegt und sollte noch eine Viertelstunde im Wartebereich bleiben. Falls ich nicht mehr blutete, durfte ich gehen, ansonsten sollte ich noch einmal reinkommen. &lt;br /&gt;
Als die Zeit verstrichen war, erklärte ich dem Drachen, daß ich jetzt gehe.&lt;br /&gt;
„Mein Gott! Sie bluten ja!“ Sie machte schnell die Tür auf und schob mich in den Untersuchungsraum rein, obwohl noch ein Patient drin war.&lt;br /&gt;
Ich wurde noch ein bißchen verarztet, bekam eine frische Nasenschleuder und ging.&lt;br /&gt;
Ich sagte zwar „auf Wiedersehen“, hoffte jedoch, daß ich nie wieder hierher kommen werde.&lt;br /&gt;
Der Vorzimmerdrache hatte mich jetzt endgültig verärgert.&lt;br /&gt;
Das war eine so einfache Geschichte… wir, die auf verschiedenen Seiten des Gesundheitssystems stehen und parallele Leben leben… keine wirkliche Berührung… und dann das. &lt;br /&gt;
Warum mußte sie sich einmischen? Mein Weltbild bekommt noch einen Sprung.</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Management fuer Anfaenger</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-20T16:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5069952/">
    <title>Freudsche Verleser (II)</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5069952/</link>
    <description>Ich lese die &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/inland/csuparteitag126.html&quot;&gt;Schlagzeile&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Anständige Bayern koalieren nicht&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im ersten Anlauf... na, Sie wissen schon wie...&lt;br /&gt;
Muß ich mir deswegen etwa Sorgen machen?</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Aktuelles</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-19T20:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5069936/">
    <title>Wiederentdeckungen (2)</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5069936/</link>
    <description>Aktuell: The Cure.&lt;br /&gt;
Aber nicht die bekannten Alben &quot;Bloodflowers&quot; oder &quot;Disintegration&quot;, sondern die acoustic-gespielten Stücke... da gefällt einem sogar &quot;Boys don&apos;t cry&quot;!</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Die guten alten Zeiten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-19T20:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5067950/">
    <title>Im Gesundheitswesen, auf der falschen Seite</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5067950/</link>
    <description>Die Tür mit der Schrift „Sekretariat Prof. Dr. Dr. h. c. P.K. Dingsbums, Geschäftsführender Direktor, Anmeldung“ stand wie üblich sperrangelweit offen. Aus dem angrenzenden Wartebereich konnte man sich über alle im Sekretariat besprochenen Patientendaten Notizen machen, wenn man unbedingt wollte. Der Vorzimmerdrache thronte wie immer hinter dem Schreibtisch, telefonierte abwechselnd auf zwei Leitungen und ließ gleichzeitig einen Patienten, der bereits auf dem Besucherstuhl saß, einfach warten. &lt;br /&gt;
Ich wartete im Türrahmen mit meiner Krankenakte unter dem Arm, damit ich meine Reihe nicht verliere. Ich hatte nur eine Frage, aber ich wußte aus Erfahrung, daß der Vorzimmerdrache keine Zwischenfragen duldete. Wenn eine solche doch gestellt wurde, dann schnauzte sie den Unglücklichen genüßlich an.&lt;br /&gt;
Irgendwann war ich dann dran und zeigte ihr meinen Laufzettel: ich wurde vom Stationsarzt auf eine kleine Weltreise geschickt: Blutabnahme, EKG, Geschmack- und Riechtest, Allergietest und anschließend Anästhesiesprechstunde. Am nächsten Tag war bei mir eine ambulante Siebbeinoperation geplant.&lt;br /&gt;
Indem sie mir die Richtung zeigte, ließ sie ihre vielen Armbänder und Ketten klimpern und ein paar Edelsteine funkeln.&lt;br /&gt;
„Gehen Sie den Korridor lang, dann links und zweimal rechts. Da ist der Wartebereich.“&lt;br /&gt;
Im besagten Wartebereich waren schon schätzungsweise 20 Personen anwesend. Sie übten sich in Geduld, wie man das an ihren Gesichtern deutlich erkennen konnte. Ich guckte mir die verschiedenen Türen an und überlegte, wo ich mich anmelden soll. Auf der ersten Stand: „Hörtest. Bitte nicht stören!“, auf der zweiten „Multifunktionsraum. Bitte nicht stören!“ und auf der dritten: „Eingang um die Ecke. Bitte nicht stören!“. Die Tür um die Ecke war unbeschriftet, dafür aber verschlossen. &lt;br /&gt;
Ich beschloß, meine Bereitschaft zum Nichtstören am Multifunktionsraum zu demonstrieren und klopfte an. Eine zierliche Dame in Zivilklamotten machte auf. Ich übergab ihr meinen Laufzettel. Stunden vergingen. Abwechselnd ging irgendeine der Türen auf und „der Nächste“ wurde hereingebeten, wobei das jedes mal mit Konfusion und Gedränge verbunden war. Ein junger Mann im Freizeitanzug, der am Tropf hing und seinen Rollenständer samt Infusionsflasche vor sich herschob, versuchte immer wieder, sich vorzudrängen und wurde immer wieder zur Ordnung gerufen.&lt;br /&gt;
Irgendwann kriegte ich meine Untersuchungsergebnisse zusammen, verließ das Chaos und ging in die Anästhesiesprechstunde. Im entsprechenden Wartebereich füllte ich ein ellenlanges Formular aus, trug versehentlich ein falsches Datum ein und unterschrieb. Dann kam der Narkosearzt, ein junger und kräftiger Mann mit schwerem Kinn, und bat mich in sein Zimmer. Ich übergab ihm die komplette Mappe mit meiner Krankenakte, die neuen Untersuchungsergebnisse und das ausgefüllte Formular. Er legte die Mappe beiseite und guckte das Formular durch.&lt;br /&gt;
„Herzrhythmusstörungen? Werden Sie behandelt?“&lt;br /&gt;
„Man sagte mir, das sei nicht nötig. Gelegentliche Extrasystolen.“&lt;br /&gt;
„Ach so, kein Problem. Hm. Schlafapnoe. Hm. Wie schlimm?“&lt;br /&gt;
„Mittelgradig. Steht aber in der Akte, wurde hier im Schlaflabor untersucht.“&lt;br /&gt;
„Ist aber auch egal, wir werden Sie ohnehin eine Nacht lang intensiv überwachen.“&lt;br /&gt;
„Das geht aber nicht, ich werde ambulant operiert. Steht auch in der Akte.“&lt;br /&gt;
Er machte die Akte kurz auf, klappte sie aber sofort wieder zusammen, ohne irgend etwas daraus gelesen zu haben.&lt;br /&gt;
„Das geht nicht. Wir entlassen Schlafapnoen grundsätzlich nicht am Tag der Narkose. Ausgeschlossen.“ Ich hätte ihm am liebsten erzählt, was ich davon halte, wenn ich „Schlafapnoe“ oder - was ich auch mal gehört habe - „Nase“ genannt werde. Statt dessen sagte ich ihm ruhig:&lt;br /&gt;
„Ich kann Ihnen nur sagen, was vorgesehen ist. Ich werde ambulant operiert. Reden Sie bitte mit dem Professor.“&lt;br /&gt;
„Ich brauche mit niemandem zu reden. Sie müssen nach der OP mindestens eine Nacht hier bleiben.“&lt;br /&gt;
„Dann werde ich mit dem Professor reden. Ich werde entweder ambulant operiert oder gar nicht. Geben Sie mir bitte die Akte.“ Ich schnappte mir die Mappe, ließ ihn einfach sitzen und ging auf die Station. &lt;br /&gt;
Die Chefärztin und der Professor waren nicht abkömmlich.&lt;br /&gt;
Ich erklärte der Stationsärztin in wenigen Worten die Lage und eröffnete ihr, daß die unter Beteiligung meiner Person am nächsten Tag geplante Operation nunmehr ausfällt. Sie war sichtlich verwirrt.&lt;br /&gt;
„Wieso denn? Sie können doch eine Nacht hier verbringen. Was ist schon dabei?“&lt;br /&gt;
„Tut mir leid, aber das geht einfach nicht.“ Ich war nicht bereit, mich auf irgendeine Diskussion einzulassen. Soll sie meinetwegen denken, ich habe jetzt plötzlich Angst bekommen, mir war’s egal. Ich kochte, sparte mir aber meinen Ärger für den Vorzimmerdrachen auf.&lt;br /&gt;
Die Szenerie war die gleiche. Offene Tür, jede Menge Publikum im Wartebereich. Sie werden gleich was zu hören bekommen, dachte ich mir.&lt;br /&gt;
Als ich an die Reihe kam, war mir sofort klar, daß sie bereits informiert wurde.&lt;br /&gt;
Ich übergab ihr die Mappe mit einer ganz kurzen Erklärung und sagte anschließend:&lt;br /&gt;
„Auf der Station habe ich Bescheid gesagt, den Professor konnte ich aber nicht sprechen, also müssen Sie ihn informieren. Ich gehe jetzt.“ Sie verpaßte ihre Chance.&lt;br /&gt;
„Sie müssen verstehen, wir sind nur die Operateure. Wenn der Anästhesist medizinische Bedenken hat, müssen wir das akzeptieren. Warum wollen Sie nicht über Nacht hier bleiben?“&lt;br /&gt;
Jetzt sollten es alle hören. Obwohl sie sich natürlich nicht mit mir solidarisieren werden, sondern eher mit der stärkeren Seite, denn so was erscheint einem viel einträglicher.&lt;br /&gt;
„Sie wissen ganz genau, daß ich keinen Grund anzugeben brauche. Eine vor drei Wochen ambulant geplante OP kann nicht wie geplant stattfinden, also findet sie nicht statt, Punkt. Aber für Sie mache ich eine Ausnahme. Schauen Sie. Es geht ums Prinzip. Sie können doch nicht erwarten, daß ich als Patient das Chaos hier unterstütze, indem ich meine Pläne am Vortag der OP ändere?“&lt;br /&gt;
„Wieso Chaos? Das ist eine neue Situation, die erst bei der OP Vorbereitung entstanden ist.“&lt;br /&gt;
„Stimmt nicht. Die medizinischen Befunde sind doch seit Wochen bekannt. Der Professor hat einer ambulanten OP zugestimmt, und ich darf doch annehmen, daß die Voraussetzungen dafür im Vorfeld geklärt sind. Wann lernen Sie endlich, daß Sie dem Patienten dienen müssen und aufhören, ihn als notwendiges Übel anzusehen? Aber ich habe noch einen Grund. Vor zwei Jahren wurde ich schon hier stationär behandelt. Man hat mir damals, unter der Voraussetzung, daß kein Notfall kommt, ein Einzelzimmer versprochen. Ich wurde aber reingelegt und war damals so blöd, das hinzunehmen. Dafür werde ich mich diesmal aber formal beschweren. Darauf können sie sich verlassen.“&lt;br /&gt;
Warum, verdammt noch mal, fühlt man sich nach einer solchen Szene immer selbst schuld?&lt;br /&gt;
Zuhause angekommen war mein erster Gedanke, ich müßte jetzt unverzüglich die Herausgabe meiner Krankenakte mit all den Untersuchungen anfordern damit ich mich um einen Termin in einer anderen Klinik bemühen kann. Ich fuhr meinen Rechner hoch, um den Brief zu schreiben.&lt;br /&gt;
In diesem Moment klingelte das Telefon. Es war die Chefärztin.&lt;br /&gt;
„Tut mir leid, ich war im OP, als Sie auf der Station waren, sonst hätten wir das Mißverständnis sofort aufgeklärt. Also, es ist folgendermaßen. Sie wurden bei uns wegen der Schlafapnoe untersucht, ich kann Sie aber beruhigen, Sie leiden nicht unter diesem Syndrom. Die Sauerstoffsättigung war nicht nennenswert beeinträchtigt, so daß wir eigentlich höchstens von einer beginnender Schlafapnoe reden können. Es ist also kein Problem, die OP können wir, vorausgesetzt Sie möchten es noch, wie geplant ambulant durchführen.“&lt;br /&gt;
Darauf fiel mir einiges ein, ich verkniff es mir aber. Das paßte mir. Sie werden sich jetzt mit mir und der Operation mehr Mühe geben. Um Liebe ging’s so wie so nicht. Warum in eine andere Klinik gehen?&lt;br /&gt;
Ich willigte also ein.
&lt;center&gt;== Fortsetzung folgt ==&lt;/center&gt;</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Management fuer Anfaenger</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-18T16:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5063284/">
    <title>Was kann man alles frisieren?</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5063284/</link>
    <description>Haare? Geschenkt. Bilanzen? Berichte? Fahrzeuge? Motoren? Ja, auch.&lt;br /&gt;
Kann man Nasen frisieren? Sagen Sie jetzt nicht nein. Meine Nase war bis vor kurzem eine ausgesprochene Mogelpackung: außen groß (das nebenstehende Bild übertreibt jedoch ein wenig!) und innen viel zu klein.&lt;br /&gt;
Gestern wurde in einer Fachwerkstatt der Gesundheitsbranche ihr Hubraum vergrößert. Über dieses Abenteuer werde ich in den nächsten Tagen - unter der Voraussetzung natürlich, daß ich bis dann nicht verblutet bin - hier berichten.&lt;br /&gt;
Zur Einstimmung nur eins: das Gesundheitswesen hat, wie fast alles auf dieser Welt, zwei Seiten...</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Menschen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-17T13:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5056500/">
    <title>Hunde fressen keine Kartoffeln</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5056500/</link>
    <description>So lange man keinen eigenen Hund oder bloß so eine überzüchtete, kaum lebensfähige Hundekarikatur hat, kann man diese Aussage für eine Weisheit halten. Ansonsten nicht. Glauben Sie mir.&lt;br /&gt;
In diesem internationalen Jahr der &lt;b&gt;Kartoffel&lt;/b&gt; wärme ich noch eine vier Jahre alte &lt;b&gt;Kartoffel&lt;/b&gt;geschichte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Lagerfeuer&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich guckte auf die Uhr. Schon halb fünf. Für den nächsten Tag war Regen gemeldet, so daß heute abend wohl die allerletzte Gelegenheit für das Lagerfeuer war, denn am übernächsten Tag wollten wir abreisen. &lt;br /&gt;
Ich ging ins Haus. &lt;br /&gt;
Meine Mutter lag auf ihrem Bett und las &quot;die Presse&quot;. Um sie herum, auf dem Bett, auf dem Nachttisch, auf dem Bettvorleger, lauter Zeitungen und Zeitschriften. Die eine davon mußte ich heute mittag Blatt für Blatt an der Sonne trocknen, weil sie durch einen Regenguß total durchnäßt war. (Seitdem sie in diesem Frühjahr an beiden Augen operiert wurde - sie hat jetzt im Alter von 95 Jahren links 85% und rechts 100% Sehkraft - stört sie nicht einmal eine Brille daran, ihrer Lesesucht nachzugehen.) &lt;br /&gt;
&quot;Heute abend gibt&apos;s drüben Lagerfeuer&quot; verkündete ich laut, damit sie mich auf Anhieb versteht. Mit &quot;drüben&quot; war Veras Grundstück gemeint, das genau gegenüber von meiner Hütte liegt. &lt;br /&gt;
&quot;Ach ja?&quot; sagte meine Mutter wenig überzeugt, &quot;wenn&apos;s nicht zu kalt wird…&quot; Wir hatten zwar erst Ende August, in hiesiger Höhe sind jedoch die Nächte bereits ziemlich kalt. &lt;br /&gt;
&quot;Heidnischer Brauch, das&quot; kommentierte meine Schwester den Vorschlag, wobei ich ganz genau wußte, daß sie eigentlich auf so was steht. Sie hatte nur Angst, daß es der Mutter zu kalt wird. Unter anderem. Und außerdem hatte sie schlechte Laune. Sie saß am Tisch und war dabei, einen Stapel Papierblätter zu bearbeiten. Wer konnte ihr die schlechte Laune verdenken? Es war die halbe Dissertation einer gemeinsamen Freundin über Michel de Ghelderode, die nunmehr in Buchform erscheinen sollte. Der einzige Grund, den Text nicht als langweilig zu bezeichnen, war sein Einfallsreichtum in puncto Abkürzungen: wenn eine davon vier mal auf einer Seite auftauchte, konnte man davon ausgehen, daß sie auf vier verschiedene Weise geschrieben wurde. &lt;br /&gt;
&quot;Also abgemacht&quot; sagte ich. &quot;Macht euch fertig und zieht was warmes an. Wir gehen dann so gegen sieben rüber&quot;. &lt;br /&gt;
Ich sagte auch Vera Bescheid, bat sie, ein Tablett mit dem notwendigen Zubehör vorzubereiten, und ging mit einer Hacke und einem großen Eimer in den Garten, Kartoffeln holen. Schäferhündin Bonny kam natürlich mit, legte sich ins Gras und guckte mir interessiert zu. &lt;br /&gt;
Die Kartoffelpflanzen waren durch die Dürre dieses Sommers ziemlich mitgenommen, an vielen Stellen war vom Grünen nichts mehr zu sehen. Die Knollen unter der Erde waren aber von einer gesunden rosa Farbe, auch wenn die meisten nicht größer waren als ein Hühnerei. Ich machte den Eimer voll und kehrte zum Haus zurück. &lt;br /&gt;
Am Wasserhahn draußen füllte ich den Eimer mit Wasser und putzte jede einzelne Kartoffel unter dem Wasserstrahl mit einer Bürste sauber. Danach spülte ich sie im Eimer noch mal gründlich mit Wasser, trocknete sie einzeln ab und wickelte sie in Alufolie ein. &lt;br /&gt;
Dann half ich Vera bei den übrigen Vorbereitungen. Ich brachte aus der Garagenscheune eine Schubkarre, eine Axt, eine Heugabel und eine Harke mit. Ich packte ansonsten den Eimer mit Kartoffeln, eine Grillzange, eine Taschenlampe, zwei Guerillamatten, vier Decken, vier zusammengeklappte Gartensessel, etliche Flaschen Bier und sonstige Klammotten darauf. Wir zogen uns um. Mit langen Hosen, Wanderschuhen, dicken Pullovern und so Zeug waren wir jetzt richtig warm gekleidet. &lt;br /&gt;
Dann gingen wir rüber, so gegen sieben. &lt;br /&gt;
Allen voran Schäferhündin Bonny, die bereits auf der anderen Seite der Dorfstrasse vor dem Tor wartete. Als nächster war ich mit der Schubkarre dran, die mittlerweile mit den gestapelten Gartensesseln dem schiefen Turm von Pisa ziemlich gut ähnelte. Ganz oben balancierte ein leerer Karton als Anzünder für das große Feuer. Vera folgte mit einem Tablett voll Kleinkram: Butterdose, Salzstreuer, Besteck, Gläser, Papierservietten, Flaschenöffner. Meine Mutter, die einen wollenen Freizeitanzug, einen Pullover, einen riesigen Strohhut und lammfellgefütterte Mokassins trug, bewegte Ihre Gehilfe sicher über die holprige Schotterstrasse. Felix, der Hund meiner Schwester, blieb mitten auf der Strasse stehen, erspähte Toaders Ziegen, die gerade von der Weide zurückkamen, und fing an zu bellen. Meine Schwester, die die Nachhut bildete, versuchte ihn mit einem wiederholten &quot;Geh!&quot; zum Weiterlaufen zu bewegen. (Das ist so ziemlich der einzige Befehl, den ein Hund nicht versteht.) &lt;br /&gt;
Die Ziegen blieben abrupt stehen und blickten uns dumpf an. Irgendwie gelang es meiner Schwester, den Felix über die Strasse und auf Veras Grundstück zu zerren. Ich ließ die Schubkarre stehen und machte das Tor zu. Die Ziegen blieben hartnäckig mitten auf der Strasse stehen. &lt;br /&gt;
&quot;Er hat sie erschreckt. Die laufen einfach nicht weiter&quot; sagte meine Schwester besorgt. Es gibt kaum jemanden, der so leicht ein schlechtes Gewissen kriegt wie sie. &lt;br /&gt;
&quot;Die sind bloß neugierig, denn so eine Prozession bekommen sie nicht jeden Tag zu sehen. Und wenn sie sich doch von uns erschrecken lassen, dann haben sie als Karpatenziegen keine Existenzberechtigung&quot; sagte ich leichthin. &lt;br /&gt;
&quot;Der Toader wartet aber auf sie! Sie müssen doch gemolken werden&quot; beklagte meine Schwester. Na gut, meinetwegen... Mit Bonnys Hilfe versuchte ich vergebens, von diesseits des Zauns die Ziegen zum Weitergehen zu bewegen. Sie blickten uns nur stumm an und bewegten sich keinen Zentimeter. Nach etwa 20 Minuten kam der Besitzer und trieb sie endlich mit seinem Stock nach Hause. &lt;br /&gt;
Bonny hatte in der Zwischenzeit angefangen, mit Anas Schweinen zu spielen, die auf der anderen Seite des Zauns weideten. Das Spiel fing wie immer damit an, daß sie sich erst durch den Zaun beschnupperten. Sie wedelten alle, auch die Schweine mit ihrem gekringelten Schwanz. Dann folgten schnelle Finten, links, rechts, links, wobei der Schweinespeck prächtig wabbelte. Dann rannten sie Schulter an Schulter am Zaun entlang, jeder auf seiner Seite, Bonny bellte mit heller Stimme, die Schweine grunzten und quiekten. Schweine haben viel Humor. Sie gaben zwischendurch vor, sich gegenseitig anzugreifen, dann übten sie Scheinangriffe auf Anas Hund, der in der Nähe angekettet war. Bujor (frei übersetzt: Pfingstrose) dachte, er muß seinen Freßnapf verteidigen und machte einen Höllenlärm. &lt;br /&gt;
Wir halfen der Mutter, die wir erst in einer Decke einwickelten, in den Sessel, auf dem eine Guerillamatte ausgebreitet war, und legten ihre Füße auf einen Holzscheit hoch. &lt;br /&gt;
In der Nähe der Feuerstätte hatte ich bereits vor einigen Tagen einen großen Haufen trockene Zweige bereitgestellt. (Das Meiste davon stammte von einem riesigen Rosenstock, den wir auf einer Fläche von gut fünfzig Quadratmetern gerodet hatten. Diese Wildrose wuchs bis drei Meter hoch und begrub nach und nach die Zweige der Vorjahre unter sich, so daß ein kompaktes Dickicht entstanden war, in dem das meiste Holz trocken war. Wir kämpften uns in den Wochen davor irgendwie mit schwerem Gerät durch. Den überwiegenden Teil davon hatte ich fürs Lagerfeuer aufgehoben.)&lt;br /&gt;
Ich machte das Feuer an. Das trockene Holz brannte wie Zunder. Gelb-rot-violette Flammen stiegen empor, gelbe Funken stiegen noch höher. &lt;br /&gt;
Wir quatschten, blickten die untergehende Sonne und den Berg an, kümmerten uns um das Feuer und tranken Bier. &lt;br /&gt;
Nachdem es genug Glut gab, fing ich an, nach und nach die eingewickelten Kartoffeln ins Feuer zu legen. Als es dunkel wurde, nahm ich die Taschenlampe zu Hilfe und holte welche raus. &lt;br /&gt;
Dann aßen wir alle, vier erwachsene Menschen und zwei Hunde, im spärlichen Licht des Feuers, jede Menge Folienkartoffeln mit Butter. Wir Menschen nahmen dazu auch Salz.</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Menschen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-14T13:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="https://fely.twoday.net/stories/5056358/">
    <title>Haben Sie&apos;s gewußt?</title>
    <link>https://fely.twoday.net/stories/5056358/</link>
    <description>Das Jahr 2008 wurde von der UNESCO als &lt;a href=&quot;http://www.potato2008.org/&quot;&gt;Jahr der Kartoffel&lt;/a&gt; erklärt.&lt;br /&gt;
Zum Erfolg dieser Initiative will ich auch einen kleinen Beitrag leisten. &lt;a href=&quot;http://www.paulmelian.de/Kartoffelherz.jpg&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt;, eigene Ernte. &lt;br /&gt;
Alles Liebe, liebe Leser.</description>
    <dc:creator>fely</dc:creator>
    <dc:subject>Aktuelles</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 fely</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-13T11:00:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="https://fely.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>https://fely.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
